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Über das Alter und seine Probleme reden

Über das Alter und seine Probleme reden

Erneut gut besucht war das zweite Seniorengespräch des Kranken- und Altenpflegevereina am Donnerstag im Pfarrheim Maria Patrona Bavariae. Vorsitzender Georg Kalmer moderierte ein hochkarätig besetztes Podium.
Kalmer nannte Zahlen über Oberschleißheim, wonach etwa ein Viertel der Bevölkerung über 60 Jahre sei, während dieser Wert 1992 noch bei 15,5 % gelegen sei. 3053 Personen der 11.787 Einwohner des Ortes sind heute älter als 60. Der Anteil der über 65jährigen stieg von 18,8 % im Jahre 2009 auf 19,7 % 2010, was eine Zunahme innerhalb eines einzigen Jahres von 5 % bedeutet.
Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler berichtete über das vom Landkreis München vorbereitete „Seniorenpolitische Gesamtkonzept“ mit den Zielsetzungen, möglichst lang zu Hause wohnen oder wenigstens einen Heimplatz in der Heimatgemeinde bekommen zu können und möglichst ambulante statt stationärer Pflege zu erhalten, finanzielle Hilfen für barrierefreies Wohnen und die Einrichtung von Mehrgenerationenhäusern, kurze Wege zum Einkaufen sowie andere Maßnahmen zur Verbesserung der gemeindlichen Infrastruktur.
Dr. Fritz Kropp, seit 25 Jahren Allgemeinarzt in Oberschleißheim, befürchtete eine Verschlechterung der ärztlichen Versorgung für Senioren, nachdem immer weniger junge Ärzte bereit seien, sich als Hausärzte niederzulassen. Defizite in der Alten- und Krankenbetreuung seien schon jetzt gegeben, was vor allem auf unzureichende finanzielle Mittel und auf eine um sich greifende Reglementierung zurückzuführen sei.
Christine Hack, erst seit wenigen Monaten Einsatzleiterin der Caritas-Sozialstation, sah für ihren Bereich die Verhältnisse ähnlich kritisch. Die Personalprobleme seien sehr groß. Der Caritasverband habe sich schon veranlaßt gesehen, die Einsatzleitung von Sozialstationen zusammenzufassen, so dass sie derzeit für zwei Stationen verantwortlich sei. Diese Entwicklung habe zwangsläufig zur Folge, dass den zu betreuenden Menschen nicht die Zuwendung geschenkt werden könne, die eigentlich notwendig wäre.
Christian Hundsberger, der Leiter des Seniorenparks, bestätigte, dass der Aufwand durch regelmäßige Prüfungen sehr zugenommen habe. Das Personal des Seniorenparks sei jedoch noch zu einer ausreichenden und guten Pflege und Betreuung der Patienten und Bewohner in der Lage.
Die Einsatzmöglichkeiten der Hospizgruppe erläuterte Christel Hänfler. Sie stellte eine gute Kooperation mit den anderen Einrichtungen sowie Ärzten und Seelsorgern fest, einzig mit dem Seniorenpark würde sie sich eine noch engere Zusammenarbeit wünschen.
Peter Benthues als Repräsentant der „Ehrenamtlichen“ schilderte weitere Aktivitäten zur Unterstützung von Senioren, sowohl des Kranken- und Altenpflegevereins als auch der übrigen am Ort tätigen Organisationen wie Arbeiterwohlfahrt oder Nachbarschaftshilfe. Er hob lobend hervor, wie viele Menschen in Oberschleißheim bereit seien, sich ehrenamtlich zu engagieren. Hilfsbedürftige müßten aber auch bereit sein, sich zu offenbaren, damit man ihnen helfen könne.
Auf die Notwendigkeit, über wünschenswerte Betreuungen von Senioren unterrichtet zu werden, wiesen Pfarrerin Martina Buck und Pfarrer Ulrich Kampe hin.


21.03.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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