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ORTSGESCHEHEN

3500 Hubschrauberflüge - und kein Lärm

Sollten sich 2011ff. vielleicht auch in Oberschleißheim mal "Wutbürger" zu Wort melden, denen der Hubschrauberlärm vom Flugplatz her gewaltig stinkt - man wird sie bei der Bayerischen Staatsregierung mit treuen Augen ansehen und auf die umfangreichen öffentlichen Verfahren verweisen, mit denen die Ansiedlung der bayerischen Polizeihubschrauber und damit die Verdopplung der Flugbewegungen rechtsstaatlich einwandfrei abgewickelt wurde.

Diesem ergebnisoffenen Verfahren war nun vor seiner Eröffnung vorgeschaltet, dass der zuständige Minister das Projekt als "beschlossene Sache" publizierte, dass der benötigte Grund bereits gekauft wurde, und dass im Nachbargebäude erste Bauvorkehrungen bereits getroffen werden.

Als Begründung des notwendigen Umzugs vom Flughafen München nach Schleißheim hat einer der treuaugigen Ministerialen erklärt, dass es dort immer wieder lebenswichtige Minuten Verzögerung gebe, wenn die Hubschrauber an den Start- und Landebahnen quasi die Vorfahrt der Verkehrsflieger beachten müssten. Während einige Zuhörer der rührenden Szenerie bereits nachzurechnen begannen, wie die durchnittlich drei bis vier Einsatzflüge pro Tag ausgerechnet immer in die wenigen Stoßzeiten des Airports fallen können, wo tatsächlich mal minutenlang kein Durchkommen sein könnte, hätte zur Verifizierung der staatlichen Begründung auch ein Blick in die schleissheimer-zeitung.de genügt. Als darin 2006 die Polizeipläne erstmals öffentlich gemacht wurden, hatte ein Ministeriumssprecher ganz selbstverständlich erklärt, der Umzug habe ''wirtschaftliche Aspekte": am Münchner Airport muss Miete gezahlt werden.
 
Dass ein 330 Meter langer Neubau und 3500 zusätzliche Hubschrauberflüge den angrenzenden Naturschutzgebieten nach europäischer FFH-Richtlinie nichts schaden, hat ein Gutachten selbstverständlich belegt. Den Gebäudegrundriss so zu drehen, dass es durch seine Stellung bereits eine Lärmabschirmung für Oberschleißheim und Lustheim darstellen könnte, ist freilich absolut unmöglich: ringsum liegen bekanntlich FFH-Gebiete, die nicht angetastet werden dürfen!
 
Apropos Lärm: davon wird Oberschleißheim ohnehin nichts abbekommen, wie andere Gutachten belegen. Das ist mathematisch zweifellos wahr. Wenn Sie zwei Hubschrauberflüge um Mitternacht und 5 Uhr früh aus dem Bett heben, wird dieser infernalische Lärm mit dem Schallpegel der restlichen Nacht gemittelt, so dass auf zwölf Stunden keinerlei Belastung mehr erkennbar ist und wahrscheinlich der Dauerschallpegel vom Schnarchen Ihres Bettnachbarn höher liegt.

Das Innenministerium hat sich am Dienstag sehr gelobt, dass es sich im Gemeinderat der offenen Diskussion stellte. Die in diesem Verfahren aufscheinende Bürgerorientierung ist wahrlich herzzerreißend. Zum Beispiel werden die Anlieger auch nicht damit genervt, dass ihre etwaigen Einsprüche öffentlich diskutiert oder verhandelt würden, wie das in einem Planfeststellungsverfahren immer so zäh durchgefieselt werden muss. Hier wurde ein Verfahren gewählt, das nur am Schreibtisch einer Behörde abgewickelt wird; Antworten dann per Post.

Liebe potentielle "Wutbürger" - vergesst es! Mehr Bürgerfreundlichkeit geht nicht.


26.01.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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16.07.17, Betreff: Re: AW: Bitte verzeihen sie mir ihren Fehler

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