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ORTSGESCHEHEN

Hubschrauberflüge werden sich verdoppeln

Die geplante Ansiedlung der bayerischen Polizeihubschrauberstaffel auf dem Flugplatzgelände wird die Zahl der Flugbewegungen dort mehr als verdoppeln. Die jetzt schon über den Hubschrauberlärm klagenden Oberschleißheimer werden die dramatisch steigende Belastung freilich wohl schlucken müssen: die einschlägigen Lärmberechnungen weisen für das gesamte Ortsgebiet keine Betroffenheit aus.
„Oberschleißheim ist vom Lärm nicht tangiert“, bilanzierte Planerin Constanze Bergler vom Staatlichen Bauamt bei der Vorstellung im Gemeinderat die Resultate der Berechnungen. Dieses Ergebnis ergibt sich aus der Berechnungsweise, die alle Lärmereignisse auf einen Durschnittswert mittelt, so dass zwei nächtliche Hubschrauberflüge inmitten einer ansonsten ruhigen Nacht den Lärmpegel nicht relevant verändern – den Schlaf der Anwohner hingegen schon.
Das luftrechtliche Genehmigungsverfahren beginnt erst jetzt, dennoch sind bereits weitreichende Fakten geschaffen. Der Bayerische Landtag hat die Ansiedlung genehmigt und bereits das nötige Grundstück erworben, die Bundespolizei, die für den Umbau ihres Hubschrauberstandorts bereits Baurecht hat, baut auch schon Versorgungseinrichtungen für die neuen Nachbarn mit ein.
Die seit Jahrzehnten im südlichen Flugplatzgelände stationierte Bundespolizei errichtet dort einen opulenten Neubau mit annähernd 300 Meter Länge als Nord-Süd-Riegel, die derzeit auf dem Verkehrsflughafen München stationierte Hubschrauberstaffel der bayerischen Polizei will sich im Süden an den Neubau andocken. Mit 60 Mitarbeitern und fünf Hubschraubern will die Polizei in Oberschleißheim arbeiten. Prognostiziert werden für die bayerische Polizei 3500 Flugbewegungen jährlich, die Bundespolizei wickelt jetzt etwa 3000 ab.
Ministerialrat Peter Bäumler aus dem Bayerischen Innenministerium schilderte dem Gemeinderat als Grund der Umsiedlung, dass die Staffel am Münchner Flughafen „große Probleme“ habe, weil der starke Flugverkehr dort viele Starts verzögere. Ein alternativer Flugplatz sei nicht möglich gewesen, man habe „ganz gründlich alle Standorte abgeklopft“. Das Haupteinsatzgebiet der Staffel liegt südlich von München; das nördliche Bayern deckt eine Außenstelle in Roth ab. In der Nachbarschaft zur Bundespolizei gebe es dazu auch „die große Chance, die Einsätze noch besser abzustimmen“, versicherte Bäumler, und „viele Vorteile in Betrieb und Wartung“.
Weitere Gutachten im Vorfeld der Planung hätten ergeben, dass die geplante Ansiedlung verträglich mit den rundum ausgewiesenen Naturschutzgebieten unter der europäischen FFH-Richtlinie seien und auch der Artenschutz nicht beeinträchtigt werde. Für 1,4 Hektar Neuversiegelung will der Staat am Nordrand des Flugplatzes ökologische Ausgleichsmaßnahmen umsetzen.
Die Verfahrensunterlagen werden dieser Tage dem Rathaus zugestellt, bis zum Frühjahr können Einsprüche geltend gemacht werden. Dass für ein derat umfassendes Projekt nicht mal ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werde, wertete Erich Elsner als „Versuch, das Aufkommen einer öffentlichen Diskussion gleich abzuwürgen“. Ansonsten hat der Gemeinderat noch nicht über das Projekt diskutiert, schon mehrmals aber einhellige Ablehnung artikuliert.
Eine inhaltliche Anregung von Thomas Guldenkirch, zumindest durch eine veränderte Situierung des geplanten Neubaus eine Riegelwirkung und damit eine Lärmverbesserung für den Ort zu erzielen, wurde abgetan. „Das gibt der Platz nicht her“, sagte Bäumler.
 
(...ein paar Gedanken dazu...)
 
(hierzu sind Lesermails eingegangen)


26.01.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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