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ORTSGESCHEHEN

Lesermail zum Artikel 'Bahn im Tunnel als idealer Lärmschutz'

Herr Dr. Katz, wenn Sie schon die beiden Verfasser der Lesermails zu o.g. Thema informieren wollen, dann sollte es schon vollständig und umfassend sein.
Nach meinem Kenntnisstand hat das Wirtschaftsministerium in einigen Gesprächen den jeweiligen Planungssachstand in Sachen Flughafenerschließung weitergegeben, zumindest bei den Veranstaltungen, bei denen auch die Freien Wähler eingeladen wurden. Von anderen Gesprächen weiß ich nichts. Wir haben mehrfach um Informationen und um Gespräche mit dem Ministerium gebeten, aber nur ein Gesprächsprotokoll aus einem scheinbar „elitären“ Teilnehmerkreis erhalten.
Es ist richtig, dass ein Gutachten über die Tieferlegung der Bahn unter der B 471 existiert. Bei der Vorstellung dieses Gutachtens am 1.2.2010 wurde aber eindeutig vom Vertreter des Wirtschaftsministeriums signalisiert, dass die Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs im Mittelpunkt steht und hier klar die wirtschaftlichste Lösung zum Tragen kommt. Auf meine Anfrage hin wurde mir bestätigt, dass dies auch eine Straßenunterführung sein könnte.
Es ist für mich erstaunlich, den Bürgern gegenüber zu behaupten, dass der Bürgerentscheid zu 100 % umgesetzt wurde, nachdem nur das Gutachten erstellt wurde. Zumal auch der Vertreter des Ministeriums darauf hinwies, dass das Gutachten nur eine Machbarkeitsstudie ist und keinen Anspruch auf Realisierung bedeutet.
Den Schreiben des Wirtschaftsministeriums aus dem Jahr 2010 kann ich nicht entnehmen, dass die Bahnunterführung umgesetzt wird. Im übrigen wird im Begleitschreiben der Studie auf die bestehende Planung der Straßenunterführung hingewiesen. Also auch hier existiert eine Planung.
Aus der Presse ist zu entnehmen, dass in der Fasanerie, die vor den gleichen Problemen stehen wie Oberschleißheim, nun vom Stadtrat eine Straßenunterführung gefordert wird. Hintergrund ist eine Studie, die eine Straßenunterführung für wesentlich günstiger hält als eine Bahnunterführung, die ein mehrfaches davon kostet. Die Bahnunterführung in Oberschleißheim kostet über 100 Mio. Euro und eine Straßenunterführung ca. 40 Mio. Euro. Was ist nun kostengünstiger bzw. wirtschaftlicher?
Ich kann Herrn Kuchlbauer nur recht geben, bisher wurde der Bürgerentscheid nicht umgesetzt. Scheinbar soll den Bürgern suggeriert werden, dass eine Bahnunterführung kommt. Dann können die BIT-Vertreter am Wunschtraum der Bahn im Tunnel bzw. Bahnunterführung abseits der Finanzierungsrealitäten weiterhin festhalten. Herr Dr. Katz ist ja auch Mitglied der BIT. Es passiert also wieder nichts!
Emil Köbele (Gemeinderat)
 
(weitere Lesermails zum gleichen Thema)


17.01.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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