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ORTSGESCHEHEN

Fast 400 klagen über Fluglärm

An die 400 Bürger haben bei einer Fragebogenaktion der Grünen ihren Eindruck artikuliert, dass die Flugbewegungen über Oberschleißheim zugenommen und die Verkehrsflieger zum Flughafen München tiefer als früher fliegen würden. Die Flugbehörden hätten diese Eindrücke bislang als unbegründet abgetan, wurde bei einer Versammlung am Donnerstag im Bürgerzentrum beklagt.
Die Zusage bei der Flughafenplanung, Oberschleißheim werde von störenden Überflügen nicht tangiert, sei zwanzig Jahre lang bis auf Ausreißer eingehalten worden, attestierten die Grünen in ihrer Umfrage, die an alle Haushalte verteilt worden war. Seit einigen Monaten sei jedoch eine Abkehr von dieser Situation zu registrieren. Von der Deutschen Flugsicherung habe man jedoch nur erfahren, dass es keine Veränderung gegeben habe.
Über 350 Oberschleißheimer fühlen sich durch diese Versicherung nicht ernst genommen. Bei der Umfrage haben 358 ihren Eindruck widergegeben, dass der Ort deutlich häufiger überflogen würde, und 354 finden, dass die Anflüge tiefer angesetzt seien. Von den Betroffenen fühlen sich an die 60 Prozent durch diese Veränderungen in ihrer Freizeit beeinträchtigt, 25 Prozent in ihrer Nachtruhe gestört.
Bei der Vorstellung der Umfrageergebnisse vor rund 20 Besuchern räumte Markus Büchler von den Grünen ein, dass die Umfrage nicht wissenschaftlich repräsentativ sei; „Grund genug, etwas zu tun“, biete sie gleichwohl, Die Grünen wollen die Ergebnisse nun dem Gemeinderat präsentieren. Außerdem sollen mit dem Unmut von annähernd 400 Oberschleißheimern im Rücken auch die Flughafen München GmbH und die Fluglärmkommission konfrontiert werden. Und schließlich starten die Stimmkreisabgeordneten der Partei eine Anfrage an die Staatsregierung.
„Wir hätten’s gern wieder so, wie es lange war“, umreißt Büchler die Zielsetzung. Zumindest solle den Oberschleißheimern erklärt werden, warum es Änderungen gegeben habe. „Ein bisserl mehr Bürgerbeteiligung darf´s schon sein“, rügte er die Behörden. So lange dann niemand anderer beeinträchtigt werde, müsse kategorisch gefordert werden, die Veränderungen rückgängig zu machen.
 
(Hierzu ist ein Lesermail eingegangen)


12.11.2010    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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