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Vom Pechvogel zum Meister

Vom Pechvogel zum Meister

Mit einem großen Pokal und dem Titel als Oberbayerischer Achtkampf-Meister schenkte sich Leichtathlet Noah Kollhuber, der in Oberschleißheim beim TSV trainiert, nach einem verkorksten Jahr ein versöhnliches Ende. Neben zwei Siebenkämpferinnen, Leslie Durner und Anita Rogler, die als Fünfte und Elfte das gute Schleißheimer Mannschaftsergebnis komplettierten, sorgte ein „junger Wilder“ für allgemeines Aufhorchen: als noch 12jähriger im Feld der 14jährigen zeigte Felix Seidel in allen acht Disziplinen keine Schwächen und meldete mit beachtlichen 3418 Punkten Ansprüche auf den nächstjährigen Pokal an.
Schon die bayerischen Titelkämpfe in der Halle konnte Kollhuber aufgrund einer Bänderdehnung im Sprunggelenk nur mit halbem Einsatz und als Elfter zu Ende bringen. Der nächste Versuch im Mai scheiterte nach einem erfolgreichen ersten Tag an einer Magenverstimmung am zweiten. Noch schlimmer traf es den Feldmochinger aber 48 Stunden vor den bayerischen Achtkampf-Meisterschaften im Juli. Eine Medaille und die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften im Visier, endete das Abschlusstraining mit einem gebrochenen Oberarm und einer Bizepsquetschung im Krankenhaus. Anstatt Qualifikation und Medaille hieß es für den bayerischen Vizemeister des Vorjahres Pause und „Reha“.
Trainer Martin Kallmeyer stellte ein spezielles Rehabilitations- und Athletikprogramm zusammen und Kollhuber biss zwei Monate die Zähne zusammen und fasste ein neues und letztes Ziel ins Auge: die traditionellen Mehrkampfmeisterschaften. Und dort kam auch das notwendige Quäntchen Glück zurück. Sogar der Regen lichtete sich pünktlich zu Beginn des 80 Meter Hürdenlaufs, den Kollhuber genauso wie den darauffolgenden Weitsprung (5,32 Meter) und Kugelstoß (11,10 Meter) mit neuer Bestleistung abschloss. „Soweit vorn war ich noch nie am ersten Tag“ kommentierte er die ungewohnte Situation als Gesamt-Zweiter, wohl wissend, dass der zweite Tag überlicherweise erst noch sein besserer ist.
Dieser begann mit seiner Lieblingsdisziplin, dem Stabhochsprung. Durch die lange Verletzungspause früher als gewohnt, stieg Bayerns sechstbester Stabhochspringer in den Wettkampf ein, um keinen gefürchteten „Salto nullo“ zu springen. Drei Stunden und 20 Sprünge später übersprang Kollhuber Bestleistung (3,30 Meter) und übernahm die Führung in der Gesamtwertung. Nach einem schlechten Diskuswurf folgte ein weiter Speerwurf auf 37,87 Meter und ließ die Führung auf komfortable 40 Sekunden beim abschließenden 1000 Meter Lauf ansteigen. Und obwohl der Konkurrent aus dem nahen Fürstenfeldbruck einen Ausreißversuch wagte, heftete sich Kollhuber an dessen Fersen und ließ sich im Schlepptau zur zweitbesten Zeit (3:08,32 Minuten) seiner Karriere ziehen. „Vom Pechvogel zum Meister“ freute sich Trainer Kallmeyer zusammen mit seinem vierköpfigen Team.


17.10.2010    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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