. .
Raiffeisenbank OberschleißheimBaugenossenschaft Ober- und Unterschleißheim
Facebook
KommunikationsDesign Pichler & Treffer
PR-Büro Bachhuber
slius-design - Werkstatt für Webdesign und Grafik
Ihre Gemeindebücherei
ORTSGESCHEHEN

Bauordnung oder Bauverhinderung?

Der Streit um die künftigen Baumöglichkeiten in Badersfeld reißt nicht ab. Gegen die Proteste von CSU und Freien Wählern haben SPD, Grüne und FDP nun einen neuen Bauleitplan für die Hackerstraße ins Genehmigungsverfahren geschickt, der dort die künftige Bebauung reglementiert. Während die Befürworter darin die optimalen Baurechtsvorgaben für die Siedlung sehen, werten die Gegner den Leitplan als Werkzeug zur Bauverhinderung.
Zunächst war zur künftigen Gestaltung Badersfelds jahrelang um das geeignete Instrument gerungen worden, Bebauungsplan oder Außenbereichssatzung. Dann wurde über die Eckdaten des Bauleitplanes gestritten, speziell die Frage, ob nördlich der Bebauung entlang der Hackerstraße noch Hinterliegerbebauung möglich sein solle. Herausgekommen war die Kompromissformel, einen etwa 75 Meter tiefen Korridor nördlich der Straße zu überplanen.
Der mit 13:7 Stimmen mehrheitlich genehmigte Entwurf sieht nun aber vor, innerhalb dieser Zone rund 16 Meter unmittelbar an der Straße als Vorgartenzone von Bebauung freizuhalten und die nördlichen 30 Meter im Übergang zur freien Landschaft als landwirtschaftliche Fläche zu widmen und damit ebenfalls nicht zu bebauen.
„Mit der ursprünglichen Idee eines 75 Meter tiefen Baufensters hat das nichts mehr zu tun“, monierte Thomas Guldenkirch (CSU) im Bauausschuss. Er warnte, dass diese Limitierung „zu einer starken Verdichtung in dem verbleibenden schmalen Streifen“ führen werde: „Meine Vorstellung ist es nicht, dass Badersfeld eine Reihenhaussiedlung wird.“
Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler (SPD) verwies dagegen darauf, dass ein verbleibendes nahezu uneingeschränktes Baufenster von 27 Meter Tiefe durchaus die Umsetzung von Bauwünschen ermögliche. Auch noch eine Hinterliegerbebauung freizugeben, würde die Infrastruktur Badersfelds überfordern. Dies sei "eine Entscheidung, die für die Menschen ein Stück Lebensqualität bringt". Erich Elsner (SPD) rechnete vor, dass mit der von CSU und Freien Wählern gewünschten Bebaubarkeit "ein neuer, großer Ortsteil" entstünde, der in seinen Augen Badersfeld nicht werden solle. Der jetzt verabschiedete Plan dagegen sichere "eher den Erhalt bestehender Struktruren".

(Hierzu ist ein Lesermail eingegangen.)


21.09.2010    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

Bücher am Schloss
rk medien - Ihr richtig kreativer Drucker
WetterOnline
Das Wetter für
Oberschleißheim