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Raiffeisenbank OberschleißheimBaugenossenschaft Ober- und Unterschleißheim
MARKTPLATZ

Krisenjahr gut gemeistert

Die Raiffeisenbank Oberschleißheim sei mit dem Krisenjahr 2008 deutlich besser zurechtgekommen als die globalen Finanzkonzerne, berichtete Vorstandsvorsitzender Alfred Foistner am Donnerstag bei der Vertreterversammlung des Genossenschaftsinstituts im Saal der Schloßwirtschaft. Mit ihrer mitglieder- und kundenorientierten Geschäftspolitik und ihrer regionalen Ausrichtung sei sie auch in Zeiten der globalen Finanzmarktkrise erfolgreich geblieben.
Foistner wies darauf hin, dass genossenschaftlich organisierte Banken die größte Transparenz unter allen Finanzdienstleistern bieten würden. Auch pflege keine andere Bankengruppe so viel mittelständisches Denken und kein global agierender Finanzkonzern übernehme derart viel gesellschaftliche Verantwortung in der Region. 'Wir, die Volksbanken und Raiffeisenbanken, sind schon deshalb direkter als jede Direktbank und privater als jede Privatbank', sagte Foistner, 'und natürlich sind wir mittelständischer als jeder andere Mittelstandsfinanzierer. Denn wir sind eine Mitgliederbank.'
Vorstandsmitglied Christian Stocker belegte dies anschließend mit Zahlen. Gut 8000 Kunden, davon mehr als 3000 Mitglieder, habe die Raiffeisenbank derzeit. Deutlich zugelegt hat die Bilanzsumme, um 5,6 Prozent auf 165 Millionen Euro. Aus Sicht der Fachleute besonders wichtig: das sogenannte Kundengesamtvolumen, bei dem das Genossenschaftsinstitut mit seinen 45 Mitarbeitern in zwei Geschäftsstellen nun 348 Millionen Euro ereiche. 117 Millionen Euro sind an Mitglieder und Kunden ausgeliehen worden. An neuen Kredit-Engagements sind 33 Millionen Euro hinzugekommen.
Mit einem bilanziellen Eigenkapital von 10,7 Millionen Euro sei die Raiffeisenbank ausreichend ausgestattet, schilderte Stocker. Es bleibe die Basis für solides Wachstum auch in der Zukunft. Bei den Kundeneinlagen gab es ein deutliches Plus zu verzeichnen. Mit 122 Millionen Euro weist die Bilanz nun 3,4 Prozent höhere Vermögenswerte der Mitglieder und Kunden auf. Vor allem die Festgelder der Raiffeisenbank waren sehr gefragt (plus 6 Millionen Euro).
Darüber hinaus haben die betreuten Kundenguthaben bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall und bei den Rückkaufswerten der Kapitallebensversicherungen neue Höchststände erreicht. Zusammengenommen ist allein dieses Kundenvermögen um 1,2 Millionen Euro auf nun 42 Millionen Euro gewachsen. Bei den Wertpapieren und Fonds allerdings gab es durch die Turbulenzen an den Märkten deutliche Rückgänge. Sie erreichten zum Stichtag 31. Dezember 34 Millionen Euro. Ihre Kosten habe die Raiffeisenbank Oberschleißheim im Griff (minus 5,8 Prozent auf 4,2 Millionen Euro), versicherte Stocker, der Ertrag aus dem Provisionsgeschäft mache ebenfalls zufrieden (plus acht Prozent auf 1,7 Millionen Euro). Allerdings sei das Zinsergebnis um 3,7 Prozent auf 3,4 Millionen Euro zurückgegangen. Gründe dafür seien sinkende Margen durch harten Wettbewerb, vor allem aber die niedrige Differenz zwischen kurz- und langfristigem Geld. Bedingt durch die Finanzmarktkrise seien die Abschreibungen auf eigene Wertpapiere deutlich auf 0,6 Millionen Euro gestiegen. Entsprechend sinke das Ergebnis nach Steuern und Bewertung auf 0,2 Millionen Euro.
Nach der Zustimmung zum Jahresbericht und der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die Mitgliedervertreter einer Dividende von vier Prozent für das Jahr 2008 zu. 41.000 Euro gehen in die Rücklagen des Genossenschaftsinstituts. In den Aufsichtsrat wurde Dr. Fritz-Gerrit Kropp einstimmig wiedergewählt.

15.05.2009    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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