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ORTSGESCHEHEN

Keine Pellets, keine Vision?

Als neue Heizung wird das Rathaus eine Gasbrennwertanlage erhalten. Nach heftiger Diskussion entschied sich der Gemeinderat mit 13 zu 11 Stimmen gegen eine Holzpelletsanlage. Für die CSU hat sich die Gemeinde mit diesem Beschluss 'von ihrer Energievision verabschiedet'.
'Die Voraussetzungen stimmen nicht', begründete Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler (SPD) ihre Empfehlung gegen eine Pellts-Anlage. Im Rathaus müßte der Keller aufwändig umgestaltet werden, als Lagerräume müßten Container neben dem Haus aufgestellt werden und teurer in der Anschaffung ist die Anlage ohnehin. SPD-Sprecher Peter Lemmen nannte die Pellets-Heizung 'nicht sinnvoll in diesem Gebäude, das nicht dafür gemacht ist'.
Die CSU sah in dem Votum dagegen 'eine Schlüsselfrage, wie wir zur Energievision stehen', sagte ihr Sprecher Thomas Guldenkirch. Diese vom Gemeinderat einstimmig übernommene Vision des Landkreises fordert ein Umschalten auf regenerative Energien. 'Da darf man nicht sagen: ich will, aber ich tu´s nicht', betonte Manfred Brunner (CSU). Peter Benthues (CSU) versicherte, dass beim unbedingten Willen zur Umsetzung alle Detailprobleme lösbar wären, und verwies dazu auf den gerade eröffneten Lift im Rathaus, der auch jahrelang als nicht machbar gegolten habe.
Casimir Katz (FDP) wollte in dem Abwägungsvorteil für eine Gasheizung dagegen keinen Widerspruch zur Vision sehen. Diese sei langfristig angelegt und man könne 'nicht alles im nächsten Jahr runterspulen und auf null Prozent fossilen Energiebedarf kommen'. Die Umrüstung des Rathauses stünde angesichts der Nachteile jetzt einfach nicht an. Das gesparte Geld in Hausisolierung zu investieren, wie geplant, sei der effektivere Weg. Auch Lemmen verwies darauf, dass eine neue Brennwertanlage in Verbindung mit der Wärmedämmung 'schon eine deutliche Verbesserung' bedeute.
Die Freien Wähler lehnten die Pelletsanlage vorwiegend aus technischen Gründen ab, da sie für das Rathaus keine akzeptable Lösung darstelle. Die Grünen befürworteten die Umstellung auf nachwachsende Rohstoffe uneingeschränkt. Für die Pellets stimmten dann CSU, Grüne und drei SPDler, dagegen die Mehrheit der SPD, Freie Wähler und FDP. Aus Sicht der CSU habe sich nun 'eine angebliche Vision als reine Sprechblase entpuppt', monierte Guldenkirch. Eine Energievision aber 'lebt nicht von Papier und Sprechblasen, sondern von mutigen Menschen und derem kreativen und konsequenten Handeln'.
Der Gemeinderat hatte in zwei Ausschusssitzungen vorab bereits darüber debattiert und vergangene Woche eine Pellets-Heizanlage im Rathaus von Krailling besichtigt.


(Hierzu sind Lesermails eingegangen.)


18.02.2009    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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