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ORTSGESCHEHEN

Runder Tisch, einseitig gefärbt

Auf massive Kritik aus anderen Parteien und auch des Gewerbeverbands haben Freie Wähler und Parteifreie ihre Einladung zu einem Runden Tisch zwischen Vertretern von Gewerbe und den politischen Gruppierungen wieder zurückgezogen, die für 17. Oktober geplante Veranstaltung wurde abgesagt. Ein Runder Tisch als dauerhafte Einrichtung zum Austausch zwischen Wirtschaft und Politik  war ein Projekt des Ortsentwicklungskonzeptes. Während aber die ebenfalls dabei entstandene Idee eines Vereinsstammtisches unmittelbar umgesetzt wurde, steht das Forum für Gewerbefragen weiterhin nur auf dem Papier. Freie Wähler und Parteifreie hatten nun die Initiative ergriffen, alle politischen Grupierungen, die Rathausverwaltung und den Gewerbeverband für 17. Oktober geladen; die Moderation der Auftaktveranstaltung wollten Emil Köbele und Hans Hirschfeld übernehmen, die beiden Köpfe der parteilosen Gruppierungen.
Doch der Vorstoss wurde allseits abgelehnt. 'Wir hatten verabredet, dass nicht einzelne Gruppierungen Anregungen aus dem Ortsentwicklungsprozess in Anträge gießen oder sonstwie für sich monopolisieren und so ihren Stempel darauf drücken', betont Peter Lemmen (SPD), 'das würde zu einem ziemlich unguten Windhundrennen führen'. 'Es kann sich nicht jeder aus dem Ortsentwicklungskonzept was rauspicken und sagen, das setze ich für mich um', betonte auch Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler (SPD), die kategorisch erklärte, die Veranstaltung zu boykottieren. 'Keinen guten Stil' kritisierte auch Peter Benthues (CSU): 'Das jetzt parteipolitisch mit einer Führungsrolle zu belegen, ist total undemokratisch.'
Und sogar der Gewerbeverband distanziert sich. 'So, wie das gemacht wurde, ist das die Veranstaltung einer Partei', sagt der Ortsvorsitzende Wolf-Dieter Waag, 'das ist nicht unser Runder Tisch'. Der Gewerbeverband habe bei einem Gesprächsabend, auf den sich die Freien Gruppierungen berufen, lediglich angeregt, dass die Freien Wähler im Gemeinderat einen Anstoss zu einer Initiative des Rathauses vorbringen möchten, schildert Waag: 'Die Einladung zu dem Runden Tisch muss entweder von der Gemeinde kommen oder von uns.'
Die Freien Wähler haben auf die massive Kritik mit Unverständnis reagiert, den Termin aber abgeblasen. 'Das sollte nichts anderes sein als dass endlich mal die Initiative ergriffen wird', betonte Emil Köbele. Die Einladung sei 'nicht parteipolitisch' zu sehen: 'Wir wollten ja nicht da den Vorsitz haben und das dauerhaft einberufen'. Aber dass jemand anschiebe, 'das sollte schon möglich sein'. Waag sagte, nun werde der Gewerbeverband zu einem Runden Tisch einladen, wahrscheinlich aber erst Anfang nächsten Jahres. 


(Hierzu ist ein Lesermail eingegangen.)


08.10.2007    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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