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ORTSGESCHEHEN

'Überlegungen der Parteifreien sind schädlich für den Ort'

Zu den Überlegungen von Parteifreien und FWG zur Verkehrsentwicklung (Bericht u.a. hier) schreibt ihr Ortssprecher Markus Büchler für Bündnis 90/Grüne:
'Herr Köbele ist in den Ring gestiegen, um den Bürgermeistersessel in Oberschleißheim zu erobern. Dazu hat er erste Überlegungen angestellt, was er denn als Bürgermeister gerne machen möchte. Er möchte z.B. auf der B471 einen Tunnel anstelle des Bahnübergangs bauen und an der A92 einen Lärmschutzwall errichten.
Markus Büchler, Sprecher der Grünen in Oberschleíßheim: 'Der aufmerksame Beobachter merkt, dass Herr Köbele zwar um Aktionismus bemüht ist, aber keine Ahnung von Verkehrspolitik hat. Immerhin scheint er einen großen Geldbeutel mitzubringen, denn die Gemeinde wird seine Wunschträume nicht bezahlen können. Seine Vorstellungen laufen schon deshalb ins Leere, weil die Gemeinde für die von ihm ins Feld geführten Vorhaben noch nicht einmal zuständig ist. Und das ist gut so, denn seine Vorschläge sind nicht nur unnütz sondern schädlich für Oberschleißheim.
Sie sind geeignet, Millionen Euro zu verschwenden und Oberschleißheim den Verkehrskollaps zu bescheren. Der Verdacht liegt nahe, dass es Herrn Köbele weniger um realistische Politik geht, sondern um populistischen Stimmenfang bei Betroffenen und Anwohnern mit unhaltbaren Versprechungen und Traumtänzereien.'
Terezia Toth, Wissenschaftlerin und Verkehrsexpertin der Grünen in Oberschleißheim: 'Der Bahnübergang an der B471 / Dachauer Straße ist in der Tat lästig. Wer seine Untertunnelung fordert, muss aber bedenken, dass dies für Oberschleißheim eine riesige Verkehrslawine nach sich ziehen würde. Bei solchen Planungen darf man nicht nur die Bahnschranke alleine betrachten sondern muss die großräumigen Verkehrsströme analysieren.
Außerdem müssen bei ganzheitlichen Lösungen, bei denen die ganze Gemeinde betroffen ist, an erste Stelle die ökologischen und ökonomischen Aspekte ortspezifisch geprüft werden. Wenn die B471 in Oberschleißheim kein Nadelöhr mehr ist, wird sie zu einem vielbefahrenen Ventil der stets überlasteten A99 werden. Die Schlössergemeinde Oberschleißheim wird im Durchgangsverkehr ersticken, wenn nicht gleichzeitig die B471 entweder zurückgestuft, oder anderweitig verkehrsberuhigt wird.
Vor einem Entfernen der Schranke muss der West-Ost-Durchgangsverkehr aus dem Ort verbannt werden. Die Umgehungsstraße für Oberschleißheim ist die A99 und nicht umgekehrt. Ganz davon abgesehen, kann nicht Oberschleißheim alleine eine Unterführung bauen. Bevor man wie Herr Köbele Vorschläge macht, muss man sich zuerst genau informieren, welche Verwaltungskörperschaft zuständig ist. Kommunen sind für Bundesstraßen nicht zuständig, wie der Name schon sagt. Ferner ist die Bahn zu beteiligen, auch wenn die Verhandlung mit diesem Unternehmen schwierig ist. Die Bahn hat aber ein großes Interesse, aus Sicherheitsgründen höhengleiche Kreuzungen mit Straßen zu beseitigen.
Was den geforderten Lärmschutzwall anbetrifft, ist der Wunsch der Anwohner nach einer Lösung sehr verständlich. Eine Verbesserung ist dringend notwendig. Dieses Problem kann ebenfalls nicht aus dem Kontext herausgezogen werden. Erst müssen alle Fakten, Faktoren und mögliche bevorstehende Änderungen in Betracht gezogen werden. Vorliegende Gutachten haben ergeben, dass der Bau des sehr teuren und hässlichen Lärmschutzwalls die Lärmbelastung im Ort nicht reduzieren würde.
Davon abgesehen ist jetzt der völlig falsche Zeitpunkt, darüber nachzudenken. Vor einer Entscheidung muss man sehen, ob der Transrapid kommt oder ein Ausbau der Autobahn. Erst wenn dies klar ist, kann man berechnen, welcher Wall für wen welche Lärmreduzierung bringt, und vor allem wer den Wall bezahlt. Wer jetzt Schnellschüsse fordert, mag sich bei den Betroffenen populistisch in Szene setzen, helfen wird er damit niemandem.'


(Hierzu sind Lesermails eingegangen.)


05.10.2007    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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