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ORTSGESCHEHEN

Großer Empfang für Peter Spoden

Großer Empfang für Peter Spoden

Mit einem Empfang im Rathaus hat sich die Gemeinde bei Peter Spoden bedankt, dessen couragiertes Handeln in den letzten Kriegstagen 1945 dazu beigetragen hatte, dass in Oberschleißheim Blutvergießen und Zerstörung vermieden wurde. Spoden, damals Kommandeur der zur Flugplatzverteidigung abkommandierten Truppen, verweigerte beim Anrücken der US Army den Befehl zur bedingungslosen Verteidigung und übergab zusammen mit anderen in der Veantwortung stehenden Soldaten den Flugplatz und den Ort kampflos.
Mit einer zweitätigen Nachstellung der damaligen Geschehnisse (Bericht hier) erinnerten der Verein Bayerischer Flugzeughistoriker und das Unterschleißheimer Heimatmuseum anläßlich eines Besuch Spodens an die letzten Kriegstage. Rudi Batzer und Josef Auer von den Oldtimerfreunden chauffierten Spoden und Bürgermeisterin Ziegler in einer 'Tin Lizzy' durch den Ort.
In Gesprächen mit Günter Braun vom Verein der Flugzeughistoriker, der auch die Veranstaltung geplant und federführend organisiert hatte, gab Spoden zahlreiche Erinnerungen zur Erhellung der damaligen Geschehnisse weiter. Ein kleines Detail am Rande: Bei der Flugplatzkapitulation wird Spoden in deutschen Quellen als Oberleutnant geführt, in englischsprachigen meist als Hauptmann. Die Erklärung hierfür hat der in Hessen lebende langjährige Lufthansapilot auch erst vor kurzem erfahren: Spoden war kurz vor Kriegsende befördert worden, die Beförderung hatte in den Kriegswirren ihn aber nicht mehr erreicht. So war er in den Militärarchiven, auf die sich die fremdländischen Recherchen bezogen, als Hauptmann geführt, er selbst sah sich aber noch als Oberleutnant. Erst bei seinem Rentenantrag erfuhr er von seiner 40 Jahre zurückliegenden Beförderung...
Weiterhin ungeklärt bleibt die Identität eines Zivilisten, der bei der Kapitulation ebenfalls eine zentrale Rolle spielte. Nach Spodens Erinnerung soll es sich um einen ehemals hochrangigen adeligen Offizier handeln, der nach dem Attentat auf Hitler 1944 aus der Wehrmacht entlassen worden sein soll. Die Flugzeughistoriker wollen weiter forschen.


Hierzu ist ein Lesermail eingegangen.


01.05.2007    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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