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ORTSGESCHEHEN

Alter Bahnhof im Angebot

Der alte Bahnhof wird nun doch verkauft. Aus heiterem Himmel hat die Bahn mit sieben Tagen Bieterfrist die Immobilie angeboten. Die Gemeinde hat ein Gebot abgegeben, der Verein „Verrückter alter Bahnhof Oberschleißheim (Vabosh)“ musste wegen der Kürze der Zeit passen.
Der Verkauf des Bahnhofs wurde nicht auf den üblichen öffentlichen Plattformen annonciert, stattdessen hat die „DB Immobilien, Region Süd“ ausgewählte Interessenten um ein Gebot angefragt. Der Bahnhof ist seit 1972 stillgelegt und soll seit über zehn Jahren mal verkauft werden, dann doch wieder nicht.
"Vabosh" möchte das historische Kleinod erhalten und öffentlich nutzbar machen, als Kulturcafé, Ausstellungs- und Veranstaltungsort und eventuell als Heimatmuseum. In einer Stellungnahme wird bedauert, dass die Immobilientochter der Bahn „ihre Zusage leider nicht eingehalten“ habe, Gemeinde und Verein rechtzeitig zu informieren.
„Vabosh“-Vorstandsmitglied Walter Klar, seit 2008 um den Bahnhof bemüht, wird privat deutlicher. Das Vorgehen der Bahn sei „eine Unverschämtheit und bodenlose Frechheit“. Das Vorgehen sorge für „Frustration, Ratlosigkeit und Unverständnis“.
Der Gemeinderat hat hinter verschlossenen Türen Bürgermeister Christian Kuchlbauer autorisiert, ein Gebot abzugeben. Die Höhe nennt der Bürgermeister nicht, aber für ein ernsthaftes Gebot dürfte es über die 10.000 Euro hinausgehen, die für den Verkaufsfall als Merkposten im Gemeindehaushalt stehen.
„Vabosh“ hatte nach Darstellung des Vorsitzenden Andreas Hofmann Beteiligungen von zusammen 65.000 Euro akquiriert, die aber binnen sieben Tagen nicht rechtswirksam „flüssig“ gemacht werden konnten. Es gebe aber „Gespräche mit dem Bürgermeister, dem Eigentümer der Alten Post, dem aktuellen Mieter des alten Bahnhofs, mit der Bahn selbst sowie mit Personen, die bereits in der Vergangenheit die finanzielle Unterstützung eines Angebotes in Aussicht gestellt hatten“. Für den Verein wäre „ein Zuschlag für die Gemeinde das optimale Szenario“.
Seit über 20 Jahren war ein zentrales Argument, den Bahnhof nicht veräußern zu können, weil sein Standort möglicherweise für einen viergleisigen Ausbau benötigt werde, auch wenn dieser Ausbau amtlich abgesagt war. Und gerade jetzt, wo eine reale Studie zum viergleisigen Ausbau erstellt und die konkrete Planung damit eingeleitet wird – jetzt verkauft die Bahn. „Was ist da los?“, wundert sich Klar, „ist das nun einfach nur unkoordiniert?“


06.08.2018    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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