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Und wo sind die Taten zum Bekenntnis?

Ein Bekenntnis zum Radverkehr hat der Gemeinderat wieder postuliert - die konkreten Maßnahmen zur Umsetzung des 2012 eingeleiteten Konzepts wurden aber scharf gerügt. "Ein paar weiße Stricherl bei Einmündungen und ein paar neue Radlständer", zählte Markus Büchler (Grüne) die Anstrengungen der Gemeinde auf dem Weg zur Fahrradfreundlichkeit auf. "So richtig aktiv seh ich uns da nicht", monierte er, "konkret ist sehr wenig passiert".
SPD und CSU forderten eine Übersicht, welche Forderungen des seinerzeitigen Konzepts umgesetzt seien, welche gescheitert und woran das jeweils gelegen sei. "Man macht da so dahin und jetzt stehts mal wieder auf der Tagesordnung und dann reden wir wieder darüber", gab Gisela Kranz (CSU) ihre Sicht der Fahrradfreundlichkeit wieder, das sei "sehr unglücklich". Sie habe "nicht den Eindruck, dass hier irgendjemand damit zu frieden ist, wie's bisher gelaufen ist", bilanzierte Stefanie Haslbeck (CSU).
Gegen die Stimme von Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FWG) entschieden alle Fraktionen einmütig, dass dem Verkehrsausschuss eine Darstellung der bisherigen Umsetzung des 2012er Konzepts vorgelegt werden soll. Kuchlbauer sagte lapidar, Anträge zu konkreten Maßnahmen müssten aus dem Fahrrad-Arbeitskreis kommen, der sich bei der Erarbeitung des Konzepts konstituiert hatte.
Das sei nun "ein bisschen billig", rügte Peter Benthues (CSU). Vielmehr sei es doch wohl Aufgabe der Gemeindeverwaltung, ein beschlossenes Konzept auch umzusetzen. "Der Verwaltung ist so langweilig, dass sie das ohne Anträge selbst weiterführt", spottete Kuchlbauer, das Rathaus sei dazu personell viel zu dünn aufgestellt. "Mehr als arbeiten können wir auch nicht", sagte er.
Das sei "gelinde gesagt frech", empörte sich Helga Keller-Zenth (Grüne). Noch nie sei thematisiert worden, dass zu einer Umsetzung Personal fehle. Wenn die Kapazitäten gering seien, wäre die Umsetzung "eine Frage der Prioritäten", sagte Florian Spirkl (SPD), bei der Verabschiedung des Konzepts seien jedenfalls genügend Resourcen vorhanden gewesen.
Der Fahrradbeauftragte der Gemeinde, Casimir Katz, nannte als weiteren Grund fehlender Projekte "kaum Flächen, kaum Geld". Diverse Vorstöße seien beispielsweise von der Schlösserverwaltung als Grundeigentümer oder dem Staatlichen Bauamt als Straßenbehörde abgelehnt worden. Einige sinnvolle Ansätze habe man "gleich gar nicht gestellt" wegen erwarteter Erfolglosigkeit. Und es seien auch "Anträhe an die Gemeinde verschiedentlich versandet". In der Summe sei das "ein bisschen unbefriedigend".
Die neuerliche Absichtserklärung tat Katz als Muster ohne Wert ab. "Das ist an Unschärfe nicht zu überbieten", sagte er. Eine ernsthafte Aufwertung des Radlverkehrs "wird uns Geld kosten und auch den ein oder anderen Pkw-Fahrer mal verärgern".


16.05.2018    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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