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Prost! - mit Schleißheimer Bier

Prost! - mit Schleißheimer Bier

Um die große Bräutradition Schleißheims wiederzubeleben, hat sich eine "Brauereigenossenschaft Remontebräu Schleißheim eG" gegründet. Nach alten Braurezepten der einstigen Remontebrauerei im Wilhelmshof des Alten Schlosses soll dort zunächst in Auftragsarbeit Schleißheimer Bier gebraut werden.
Langfristiges Ziel sei aber "eine eigene Braustätte mit Sudhaus in Alt-Schleißheim oder gar die Rückkehr ins historische Bräuhaus im Wilhelmshof", betonte der bei der Gründungsversammlung gewählte Genossenschaftsvvorstand Andreas Preißer.
23 Gründungsmitglieder (Bild) haben die Satzung der Brauereigenossenschaft unterzeichnet. Den Aufsichtsrat bilden Bürgermeister Christian Kuchlbauer, Alexander Bauer, Ronny Sonnekalb, Stephan Sedlmayer sowie Alexander Fichtl. Diese bestellten als Vorstände Andreas Preißer für Organisation, Thomas Haselbeck für Produktion und Sandra Kunstwadl für Marketing und Vertrieb.
Gebraut werden soll bei der Genossenschaftsbrauerei Gut Forsting im Landkreis Ebersberg in zunächst ein bernsteinfarbenes Kellerbier, angelehnt an die alte Originalrezeptur des sogenannten Braunbieres, das in Schleißheims historischer Brauerei hergestellt wurde. "Die junge Brauerei hat sich auch der Förderung der Tradition, Geselligkeit, Qualität und natürlich dem Genuss verschrieben", heißt es in der Genossenschaftsmitteilung.
Das erste Schleißheimer Bier ist für die zweite Jahreshälfte angepeilt. Jetzt müssen Flaschen, Träger und Gläser beschafft werrden, die Logistik aufgebaut, Gaststätten für den Ausschank und weitere Mitglieder für die Genossenschaft gewonnen werden. Ein Genossenschaftsanteil kostet 250 Euro, die „Verzinsung“ des eingesetzten Kapitales erfolgt in Bier. Infos zur Beteiligung unter info@remonte-bräu.de.
Die Brauerei in den Ökonomiegebäuden des Alten Schlosses ist seit 1598 nachweisbar. Nach Übergang des Schlossgutes ans Königlich-Bayerische Kriegsministerium firmierte die Brauerei ab 1840 als „Kgl. Remonte-Depot-Brauerei Schleißheim“. Im Remonte-Depot wurden Pferde für Kriegseinsätze gezüchtet und trainiert. Noch vor den Münchner Brauereien verfügte der Schleißheimer Betrieb über die erste dampfbetriebene Kühlmaschine. Ein eigenes Anschlussgleis zum Schleißheimer Bahnhof ermöglichte es, den „Remontebräu“ auch überregional zu vermarkten.
1912 endete die Brauereigeschichte mit dem Verkauf an eine Münchner Großbrauerei, die den Betrieb umgehend einstellte. Die Anlagen im Südflügel des Wilhelmshof liegen nahezu unverändert seit der Betriebsaufgabe vor 106 Jahren brach.


12.05.2018    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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