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ORTSGESCHEHEN

Gemeinde freut sich auf Autobahnausbau

Keine Einwände hat die Gemeinde mehr gegen den geplanten sechsspurigen Ausbau der Autobahn A92 und der Umgestaltung der Anschlussstelle Oberschleißheim. Nachdem der mangelhafte Lärmschutz im ersten Planungsentwurf der Autobahndirektion auf Protest der Anliegergemeinden nachgebessert wurde, hat die Gemeinde in ihrer Stellungnahme zum Genehmigungsverfahren den Autobahn-Ausbau ausdrücklich begrüßt. Die jetzt vorgesehenen Lärmschutzmaßnahmen würden "zu einer deutlichen Verbesserung der bestehenden erheblichen Belastung für die Gemeinde und ihre Bürger führen", hat sich der Gemeinderat den Prognosen der Autobahnbehörde angeschlossen.
Dass die Gemeinde auch noch den Ausbau der Ansschlussstelle zu einem gigantischen Verkehrsknoten explizit begrüßt, ging den Grünen dann zu weit. Ihre Forderung, diesen Passus zu streichen, wurde aber mehrheitlich abgelehnt. Um die Dimension des Bauwerks kleiner zu halten, hatten die Grünen auch gefordert, die Bundesstraße B471 als Autobahnzubringer nicht auf einer weit ausgreifenden Rampe zu führen. Dies ist nötig, damit die geplante Westumgehung der gemeinde parallel zur Autobahn kreuzungsfrei unter der B471 durchgeführt werden kann. Auch dieser Vorstoß fand keine Mehrheit.
Anhand der Pläne für die Lärmschutzvorkehrungen will das Rathaus jetzt noch prüfen, ob die Gemeinde effektiv zusätzlichen Lärmschutz ergänzen kann, der über den gesetzlichen Anspruch hinausgeht. Die Gemeinde spart seit Jahren in einer Haushaltsrücklage Geld an, um den Lärm der A92 für den Ort zu minimieren. Mit dem jetzt geplanten Lärmschutz wird ein Großteil der Arbeit erledigt, dennoch sollen nun Möglichkeiten der Optimierung auf eigene Kasse geprüft werden.
Gefordert wird von der Autobahndirektion, im Genehmigungsbescheid für den sechsstreifigen Ausbau vorzuschreiben, dass eine mögliche zukünftige Standstreifenfreigabe auf dem neuen Teilstück nicht innerhalb des bestehenden Lärmschutzes erfolgen könne. Sollte mittelfristig an diese Erweiterung gedacht werden, müsse auch der Lärmschutz neu bewertet werden. Zudem müsse ein Tempolimit von 130 km/h festgesetzt werden, da auch die Lärmwerte auf diesem Tempo berechnet seien.
Kritisiert wird von der Gemeinde, dass die Radwege innerhalb des Anschlussstellen-Bauwerks nur mit 2,50 Meter Breite angelegt sind. Damit würde ein Nadelöhr geschaffen, an dem ein Radschnellweg in Ost-West-Richtung, von Dachau nach Garching, scheitern könnte. Die Radwege müssten auf mindestens vier Meter Breite erweitert werden, fordert die Gemeinde, und zudem Kurven und Steigungen korrigiert, die derzeit noch die Wegeführung unkomfortabel machten. Eine Initiative der Grünen, auch "grüne Brücken" für Wildwechsel und die Ausbreitung von Pflanzen einzuplanen, wurde aufgenommen.
Als flankierende Maßnahme regt Oberschleißheim einen Ausbau der Autobahn A99 und des Allacher Tunnels an, um den Ausweichverkehr durch den Ort einzudämmen. Der wiederholte Vorstoß von CSU und Grünen, beim sechsstreifigen Ausbau eine weitere Anschlussstelle auf Höhe Riedmoos vorzusehen, um die seit Jahrzehnten von den Gruppierungen verfolgte Ortsumgehgung über die Autobahn zu erreichen, wurde von SPD, FWG und FDP einmal mehr mehrheitlich abgelehnt.


21.03.2018    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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