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Autobahnlärm wird künftig 'geschluckt'

Autobahnlärm wird künftig

Beim anstehenden Ausbau der Autobahn A92 von vier auf sechs Spuren werde trotz permanenten Verkehrszuwachses die Lärmbelastung für die Anlieger abnehmen, verspricht die Autobahndirektion. Das umfassende Arsenal an Lärmschutzmaßnahmen beim Ausbau werde erreichen, dass im Gemeindegebiet Oberschleißheim für alle Häuser die gesetzlichen Grenzwerte an Lärmbelastung unterschritten würden.
Eine "dramatische Verbesserung der Lärmsituation" versprach Jochen Eid, der zuständige Sachgebietsleiter bei der Autobahnbehörde, den Anwohnern bei einer Informationsveranstaltung am Montag im Unterschleißheimer Bürgerhaus.
Zwischen dem Dreieck Feldmoching und dem Kreuz Neufahrn wird die Autobahn auf zwölf Kilometer Länge sechsspurig, dazu werden die beiden Anschlusstellen auf der Strecke, Ober- und Unterschleißheim, zu gigantischen Verkehrsknoten ausgebaut. Die Fahrbahnbreite von elf Metern je Richtung wird auf 14,5 Meter erweitert.
In der Summe werden für die Baumaßnahme 31 Hektar Landschaft neu versiegelt. Neben unmittelbar straßenbegleitenden landschaftspflegerischen Maßnahmen wird der Löwenanteil der ökologisch notwendigen Ausgleichsmaßnahmen über ein staatliches Ökokonto in Krailing abgewickelt: Betoniert wird in Oberschleißheim, Naturschutz erfolgt in Krailing.
Die unter den rund 120 Besuchern im Bürgerhaus aufkommenden Debatten dazu wurden freilich nicht zugelassen: inhaltliche Auseinandersetzungen zu dem Projekt sind Gegenstand des gerade laufenden Genehmigungsverfahrens. Bis 6. April können bei der Bezirksregierung oder in den drei Rathäusern Einwände abgegeben werden. Unter anderem die Kritik der Anliegergemeinden hatte das bereits 2013 gestartete Verfahren zwischenzeitlich gestoppt, weil die Berechnung der Lärmbelastung damals als fehlerhaft und unzureichend gerügt worden war.
Für jede Etage jedes Hauses in einem relevanten Umkreis wurden von den Planern nun Lärmberechnungen durchgeführt. Demnach könnten für lückenlos alle Häuser und Quartiere erlaubte Lärmwerte nachgewiesen werden.
Die Prognosezahlen erwarten für 2030 eine tägliche Belastung auf der A92 von bis zu 100.000 Fahrzeugen in der Nähe Feldmochings und immer noch rund 90.000 zwischen Ober- und Unterschleißheim.
Bei dieser Verkehrsfrequenz würden 65 Häuser in Oberschleißheim übermäßig von Lärm belastet, mit den geplanten Lärmschutzvorkehrungen sinke die Überschreitung von Grenzwerten aber auf Null. Auch im Vergleich zum aktuellen Verkehrslärm entlang der Autobahn werde es "für die Anlieger spürbar leiser", heißt es.
Kernstück für die Verbesserung ist der Einsatz von lärmminderndem Asphalt auf fast der kompletten Ausbaustrecke bis kurz vor dem Kreuz Neufahrn. Der Belag soll identische Wirkung erzielen wie der vor Jahren zwischen Eching und Garching auf der A9 verlegte "Flüsterasphalt". Eid versprach "eine ganz, ganz erhebliche Wirkung".
Die Lärmminderung um fünf dB(A) als Berechnungsgrundlage der Lärmemission werde von der Autobahnbehörde auch dauerhaft garantiert, hieß es. Der schnell verschleißende Belag dämme anfangs noch deutlich stärker. Sobald seine Wirkung auf unter fünf dB(A) sinke, werde er ausgetauscht. Dazu werden fast lückenlos Lärmschutzwälle und -wände aufgeschüttet.


14.03.2018    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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