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Signale für Quartier Mittenheim auf 'gelb'

Ein grundsätzliches Signal für ein mögliches neues Wohnquartier Mittenheim des Katholischen Männerfürsorgevereins hat der Gemeinderat gegeben. Nachdem bislang nur der Verein als Grundeigentümer aufwändige Planungen vorgelegt und in einem selbst gewählten Diskussionsprozess Meinungen abgefragt und Anregungen eingeholt hatte, will die Gemeinde nun selbst das Heft in die Hand nehmen.
Ein Planungsbüro soll nun im Auftrag der Gemeinde Vorarbeiten liefern, um erstmal die Grundsatzfrage zu klären, ob dort überhaupt Wohnbebauung entstehen soll und wenn, in welchem Umfang. Dass der Auftrag an das Büro erteilt wurde, bedeutet freilich schon die grundsätzliche Aufgeschlossenheit für die Wohnbaupläne.
Denn es gab auch grundsätzliche Ablehnung. "An dieser Stelle ist das nicht sinnvoll für den Ort", betonte Peter Lebmair (CSU). Zwischen den Oberschleißheimer Gewerbegebieten am Bruckmannring und entlang der Mittenheimer Straße einerseits und dem Unterschleißheimer "Business Campus" mit seinem wachsenden Gewerbeumfeld andererseits ein Wohngebiet einzuquetschen, sei "nicht sehr weitsichtig", mahnte Hans Negele (FW).
SPD, Grüne, FDP und die jeweils überwiegenden Teile von CSU und FW signalisierten freilich grundsätzliche Aufgeschlossenheit, verbunden allerdings noch mit massiven Fragezeichen. Florian Spirkl erwartete für die SPD eine deutliche Reduzierung der bisher diskutierten Bauvolumen. Gisela Kranz bezeichnete für die CSU die Lösung der Verkehrserschließung des Quartiers als Grundbedingung für eine Zustimmung.
Ingrid Lindbüchl forderte für die Grünen eine Gesamtbetrachtung aller jüngst parallel eingeleiteten Siedlungsentwicklungen, deren Folgelasten mal insgesamt in den Blick genommen werden müssten. FW-Sprecher Hans Hirschfeld sagte, die schon eingeleiteten Neubaugebiete im Ortskern am Schäferanger und dem Kreuzacker "gehen vor", zudem sei die Situierung der Umgehungsstraße "das Wichtigste überhaupt", eventuell konkurrierende Belange des Neubauquartiers müssten da immer zurückstehen.
DEr einmütig beschlossene Arbeitsauftrag lautet nun, "eine Bebauung der Flächen im Ortsteil Mittenheim und die damit verbundenen städtebaulichen und sonstigen Auswirkungen ergebnisoffen zu prüfen" und dabei auch "die bisherigen Planungsvorschläge des Eigentümers zu hinterfragen und gegebenfalls Optimierungs- oder Ergänzungsvorschläge oder auch alternative Planungsmöglichkeiten aufzuzeigen".
Dass ein Grundbesitzer das Verfahren in dieser Dimension wie bisher eigenverantwortlich durchführe, sei "ein wenig ungewöhnlich", sagte Christian Weigl vom Stadtplanungsbüro "Goergens + Miklautz", das die Gemeinde eingeschaltet hat. Dass die Gemeinde nun ihre eigene Planungshoheit wahrnehmen wolle, sei "mindestens nicht unüblich".
Peter Benthues (CSU) äußerte Bedenken, dass mit diesem Arbeitsauftrag "eine gut gemeinte Planung totgeprüft wird". Gegen die Stimmen von Benthues, Lebmair und Negele vergab der Gemeinderat mit 20:3 Stimmen den Planungsauftrag.


21.02.2018    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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