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ORTSGESCHEHEN

Gutachten ohne Basis

Die Ansiedlung der bayerischen Polizeihubschrauber auf dem Flugplatzgelände wird von der Gemeinde weiter kategorisch abgelehnt. Auch der dritte Anlauf im Genehmigungsverfahren sei völlig untauglich. "Das Vorhaben ist auch weiterhin nicht genehmigungsfähig", heißt es in dem vom Gemeinderat einstimmig verabschiedeten Protest gegen die Pläne.
Bislang hatte die Gemeinde schon zweimal punkten können. Zunächst pfiff das Verwaltungsgericht eine bereits erteilte Genehmigung zurück, weil das vom Innenministerium gewählte Verfahren der Bedeutung der Maßnahme nicht angemessen war. Im nun laufenden Planfeststellungsverfahren hatte speziell die Gemeinde so gravierende Einwände gegen das zugrunde liegende Lärmgutachten, dass die Bezirksregierung Nachbesserung verlangt hat.
Das neuerliche Gutachten wurde nun wieder zurückgewiesen. "Die nötigen formalen Anforderungen sind nicht gegeben", sagte Gemeinde-Gutachter Markus Petz vom Büro "Accon" vor dem Gemeinderat.
Wie in der Vorgängervariante fehle komplett eine Bewegungsprognose und ein Betriebskonzept, so dass die Annahmen überhaupt nicht nachvollzogen werden könnten, auf denen die Lärmberechnungen fußen. "Die Überprüfbarkeit fehlt", sagte Petz.
Einigen der Berechnungsansätze mangle es zudem an Plausibilität. So sei der Berechnung nur zugrunde gelegt, dass strikt die festgelegten Routen beflogen würden. Das sei aber bei den Notfalleinsätzen, für die die Staffel ausgerichtet ist, illusorisch. In vielen Details sei "die Lärmbelastung tendenziell unterschätzend dargestellt", rügte Petz.
War das erste Gutachten bis 2021 ausgelegt, so wurde es nun für einen Prognosehorizont von 2027 fortgeschrieben - und beinhaltet dennoch die gleichen Flugbewegungszahlen. Die Überflughöhe wurde von 150 Metern auf 360 bis 700 Meter korrigiert, was konsequenterweise ungleich niederigere Lärmwerte ergibt - aber begründet wurde dieser veränderte Ansatz nicht.
"Die Antragsunterlagen sind weiterhin in zentralen, für die Beurteilung der Genehmigungsfähigkeit bedeutsamen Punkten unzureichend", heißt es in der 17seitigen Stellungnahme des Gemeinderats. Die Bezirksregierung hatte hingegen betont, der Neufassung des Gutachtens lägen "im Interesse der Bürger Maximal-Annahmen zu den Lärmauswirkungen zugrunde" und es sei "zugunsten eines umfassenden Schutzes der Anwohner langfristiger prognostiziert".
Auf der Webseite der Gemeinde steht ein Musterschreiben für private Einwendungen zur Verfügung. Bis 19. Februar können Einsprüche noch vorgebracht werden.


24.01.2018    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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