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ORTSGESCHEHEN

Wird die Bahn-Chance vergeigt?

Im Gemeinderat haben SPD, CSU und Grüne Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FWG) heftig für seinen Umgang mit der möglichen Neuordnung der Bahn im Ort gerügt. "Man hat das Gefühl, es tut sich nichts", bündelte Peter Benthues die Stimmung im Gremium, "der Bürgermeister setzt sich einfach nicht genug ein". Kuchlbauer verwahrte sich gegen die Vorwürfe und tat die Attacken als "Generalabrechnung" ab.
Im März hatte der Gemeinderat die Sondierung von Nachbesserungen an der Machbarkeitsstudie beauftragt, weil man die darin grundgelegte Verlegung des Bahnhofs suboptimal fand. Zentrale Forderung sollte sein, einen zusätzlichen S-Bahn-Halt zu bekommen, der dann Schlösser, Museen und eben den neuen Uni-Campus der Tierärztlichen Fakultät erschließen solle.
Kuchlbauer hatte daraufhin offenbar seine Mitarbeiterin im Rathaus beteiligte Stellen abtelefonieren lassen und als Bilanz übermittelt, dass die Nachforderung "als eher schwierig" gesehen würden, der Gemeinderat solle sich daher nochmal überlegen, ob die Fragen aufrecht erhalten würden.
Das sei nun wohl "etwas dürftig", klagte Benthues. Florian Spirkl (SPD) rügte, eine Mitarbeiterin lapidare Rundrufe machen zu lassen, sei "nicht die Art, wie so etwas behandelt werden sollte". Markus Büchler (Grüne) zeigte am Beispiel des "Bündnisses Ost" auf Initiative aus Kirchheim auf, wie engagiert anderswo derartige Zukunftsfragen abgehandelt würden. "So etwas sollte der Bürgermeister in Oberschleißheim auch mal in die Hand nehmen", sagte er.
Benthues sagte angesichts der fraktionsübergreifenden Unzufriedenheit, es dränge sich der Eindruck auf, dass der Bürgermeister das Projekt überhaupt nicht wolle. Das sei "mit Sicherheit nicht zutreffend", empörte sich Kuchlbauer: "Wir wären nicht so weit, wenn ich es nicht vorangetrieben hätte".
Allerdings sehe er die Nachforderung des Gemeinderats als unrealistisch. Er könne einen zweiten S-Bahn-Halt vertreten oder eine Tieferlegung, aber wohl nicht beides. Überall, wo er mit dem Thema vorstellig werde, werde er auf diese Diskrepanz verwiesen, sagte er.
Aber wo wird er denn vorstellig? Es gebe keine Aktennotizen über die behaupteten Gespräche, keinen belastbaren Schriftverkehr, prangerten die Gemeinderäte an.
Benthues zeigte sich beispielsweise vollkommen fassungslos, dass der Bürgermeister jüngst bei der Grundsteinlegung für ein neuerliches Instutut der Tierärztlichen Fakultät vor versammelten Vertretern von Ministerien und Universität kein Wort über die Wünsche und Nöte der Oberschleißheimer mit der Verkehrsanbindung verloren habe. Kuchlbauer erwiderte, darüber werde "natürlich nebenbei immer geredet".
Auf Vorstoss der SPD forderte der Gemeinderat jetzt einmütig Akteneinsicht. Einstimmig wurde zudem der Beschluss vom März erneuert, dass die Machbarkeitsstudie um die Anregungen aus dem Gremium ergänzt und der Bürgermeister weiter mit der Umsetzung der Forderung aktiv sein solle.


15.11.2017    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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