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ORTSGESCHEHEN

Bauen, überlegen, gar nichts tun?

Wie und wann wird das gemeindliche Grundstück an der Ecke Moosachweg/Frauenfeld bebaut? Ideen und Bedarf gäbe es genug für die Bebauung der rund 1200 Quadratmeter großen Parzelle. Zum mittlerweile dritten Mal haben die Freien Wähler nun nachgefasst, weil Bürgermeister Christian Kuchlbauer (FW) offenbar den Antrag seiner eigenen Fraktion nicht voranbringt.
2015 hatte die FWG erstmals eine Bebauung mit Sozialwohnungen oder einem Mehrgenerationenhaus gefordert. Weil der Antrag ein Jahr später noch ruhte, hakte die Gruppierung 2016 nach. Die Gemeindeverwaltung wurde dann mit einstimmigem Beschluss des Bauausschusses beauftragt, mit öffentlichen Genossenschaften über die Bebauung zu verhandeln.
Das ist seither offenbar nicht geschehen, denn Anfang Oktober mahnte die FWG-Fraktion beim FWG-Bürgermeister ein drittes Mal die "umgehende" Behandlung des eigenen Antrags an. "Ein Ergebnis ist bisher dem Gemeinderat nicht mitgeteilt worden."
Beim Aufruf des Antrags im Ausschuss sagte Kuchlbauer, er habe Gespräche geführt. Sowohl die Baugenossenschaft Ober- und Unterschleißheim wie auch die Baugesellschaft München-Land seien aufgeschlossen, "allerdings müssen sie vorher wissen, was sie bauen dürfen".
Verständlich, wunderte sich Gaby Hohenberger (Grüne): "Eigentlich mach ich mir doch zuerst mal Gedanken, was ich überhaupt bauen will". Florian Spirkl (SPD) sagte, es wäre "schon schön gewesen, wenn irgendeine Rückmeldung wieder den Weg in den Gemeinderat gefunden hätte". Nun solle man zunächst festlegen, was dort entstehen soll.
Dem Kranken- und Altenpflegeverein ist schon lange Raum für eine Wohngruppe demenziell Erkrankter zugesagt, mehrere Parteien vertreten Projekte von Generationenwohnen, benötigt werden Dienstwohnungen für Gemeindemitarbeiter.
Peter Benthues (CSU) wollte "keinen Zeitdruck" entstehen lassen und regte an, die Fläche im Gesamtkonzept der drumherum entstehenden Wohnbebauung an Schäferanger und Kreuzacker zu sehen und eventuell für eine Kindertagesstätte freizuhalten. Das lehnte Hans Negele (FWG) kategorisch ab. Bei zwei opulenten Neubaugebieten seien schon die Eigentümer gefordert, Flächen für soziale Infrastruktur auszuweisen, aber nicht die Gemeinde. Gisela Kranz (CSU) fand es ohnehin "ungünstig", die eigene Fläche ausgerechnet jetzt zu bebauen, wo daneben große Neubaugebiete entstehen.
Markus Büchler (Grüne) rügte eine "bisserl kuriose Vorgehensweise". Erst werde ein Auftrag des Gemeinderats nicht erledigt, dann auf Nachfrage "schnell rumtelefoniert" und dann solle man sich rasch über Inhalte klar werden. "Wenn wir darüber ratschen, kommen wir auch nicht weiter", mahnte er und forderte vor einer Debatte von der Gemeindeverwaltung verbindliche Grundlagen bezüglich Baumöglichkeiten und eventuellen staatlichen Förderungen für die anvisierten sozialen Projekte.
Bis Februar soll nun in einem neuerlichen Arbeitsauftrag die Gemeindeverwaltung Nutzungs- und Finanzierungsmöglichkeiten des Grundstücks aufbereiten, wurde erneut einstimmig aufgegeben.
 
(hierzu ist ein Lesermail eingegangen)


24.10.2017    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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