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Sozialsiedlung mit über 100 Wohnungen

In Mittenheim soll zwischen Bruckmannring und Birkhahnstraße eine Sozialsiedlung mit möglicherweise weit über 100 neuen Wohnungen entstehen. Der Katholische Männerfürsorgeverein will dort "bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit geringen oder mittleren Einkommen schaffen", kündigt Vereinsvorstand Ludwig Mittermeier an. Konkrete Pläne gibt es noch nicht, aber in Summe mit allen Freiflächen werden rund 19 Hektar Fläche überplant.
Über eine gemeinnützige GmbH will der Verein sicherstellen, dass ausschließlich oder vorwiegend Wohnungssuchende in diesen Verdienstlagen zum Zuge kommen. Einen Wohnungsverkauf an den freien Markt soll es nicht geben.
Anschließend an die Bebauung der alten Mooshäuschen westlich der Mittenheimer Straße nach Unterschleißheim, im direkten Anschluss an das Haus St. Benno des Männerfürsorgevereins, wird nun geplant. Der Gemeinderat hat dazu noch nichts beraten oder beschlossen, aber hinter verschlossenen Türen schon mal tendenzielles Wohlwollen signalisiert.
Wie die Bebauung aussehen könnte und wie viele Wohnungen entstehen, muss jetzt die Planungs- und Abstimmungsphase mit dem Rathaus ergeben. Zur Umsetzung wird der Verein dann eine Gemeinnützige GmbH installieren. Teile sollen in gefördertem Wohnbau realisiert werden, was bedeutet, das dann Krankenschwestern oder Erzieherinnen ihre Chance erhalten. Auch junge Familien mit geringem Einkommen stehen im Fokus.
Angeboten werden sollen auch Wohnungen für besonders benachteiligte Personen, wie sie zum unmittelbaren Klientel des Vereins gehören. Im Hans-Scherer-Haus im ehemaligen Klostergebäude betreibt der Männerfürsorgeverein seit fast 60 Jahren ein Eingliederungsangebot für Wohnungslose mit Alkoholabhängigkeit, im Haus St. Benno seit gut 20 Jahren ein Alten- und Pflegeheim für Obdachlose.
Die Hilfe und die Unterbringung von Wohnungslosen ist der zentrale Arbeitsschwerpunkt des Vereins. "Und die beste Prävention gegen Wohnungslosigkeit ist bezahlbarer Wohnraum", sagt Mittermeier. Seit einer "Freisinger Erklärung" 2015 der bayerischen Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe bemüht sich der Verein, am Wohnungsmarkt aktiv zu werden. Bei einer Jubiläumsfeier im Hans-Scherer-Haus 2016 hatte Kardinal Reinhard Marx diese Aufgabe in den aktuellen Mittelpunkt der Vereinstätigkeit gestellt.
An einstigem Klostergut des ehemaligen Klosters Mittenheim besitzt der Verein wohl weit über 100 Hektar Fläche entlang der Gemeindegrenze von Ober- und Unterschleißheim. "Wir sind keine Immobiliengesellschaft", stellt Mittermeier die Voraussetzungen dar, "wir werden da nichts erschließen und verkaufen". In der täglichen Arbeit erlebe man aber, dass im Immobiliengeschäft "das Bemühen um Gewinnmaximierung uns das Leben schwer macht". Dem wolle man nun mit der gemeinnützigen Siedlung gegensteuern.
Zentrale Vorgabe der Planung sei es auch, "die Landschaftsqualität da draußen zu erhalten", versichert der Vereinsvorstand, "und sie als Qualität für den Wohnstandort zu nutzen". Ziel sei "ein lebenswertes Wohnquartier in Verknüpfung mit passgenauer Infrastruktur und hochwertigen Freiräumen", wobei die Lage am offenen Landschaftsraum zwischen Berglwald und Riedmoos "eine Chance für hohe Wohnqualität und zugleich eine Verpflichtung für eine sorgfältige integrierte Planung“ sein werde, erwartet Mittermeier.


20.02.2017    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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