. .
Raiffeisenbank OberschleißheimBaugenossenschaft Ober- und Unterschleißheim
ORTSGESCHEHEN

Managementplan für die Natur

Managementplan für die Natur

Einen Managementplan für das europäische Naturerbe "Heideflächen und Lohwälder nördlich von München" hat die Oberbayerische Bezirksregierung am Dienstag iBürgerzentrum vorgestellt und diskutiert. An die 30 Besucher, zumeist Vertreter beteiligter Fachverbände, verfolgten die Schutzaufgaben für das Flugplatzgelände, die sogenannte "Panzerwiese" und die Fröttmaninger Heide.
"Wir leben inmitten von meist verkannten Naturschönheiten", sagte Bürgermeister Christian Kuchlbauer zur Begrüßung, "ihr Wert erschließt sich erst auf den zweiten Blick". Wer dann aber genauer hinschaut, kann auch "ein Juwel" entdecken, wie Elmar Wenisch von der Bezirksregierung ins Schwärmen geriet. Jedenfalls aber amtlich beglaubigt "einen wichtigen Kernbaustein" für ein europäisches Naturnetz. Die sind unter diesem Charakteristikum nach der Flora-Fauna-Habitat-(FFH)-Richtlinie vom Land Bayern und der Europäischen Union als europäisches Naturerbe unter exponierten Schutz gestellt.
Der Managementplan brachte wenig Neuerungen und entsprechend auch wenig Konfliktpotential. "Hier ist die Umsetzung dem Plan schon voraus", freute sich Anne Meyer von der Bezirksregierung. Der Heideflächenverein Münchner Norden, dem auch Oberschleißheim angehört, betreut mit eigenen Pflegekonzepten seit Jahrzehnten die meisten Teile des FFH-Gebiets.
Der Maßnahmenplan verpflichtet Eigentümer oder Pächter nun zu nichts, lediglich verschlechtern darf sich der Zustand des Gebiets nicht. "Günstiger Erhaltungszustand" ist die Formel, die mit dem europäischen Naturschutznetz "Natura 2000" angestrebt wird. Für Aufwertungen oder die Umsetzung konkreter Detailprojekte aus dem Maßnahmenplan sind die Naturschutzbehörden zuständig, die das über entsprechende Programme umsetzen.
In der Diskussion führte dieses Verschlechterungsverbot zur Grundsatzfrage, wie denn der Managementplan dann mit grundsätzlichen Negativeinflüssen umgehe wie konkret der geplanten Ansiedlung der Polizeihubschrauber mit ihrer Lärm- und Schadstofbelastung inmitten des FFH-Gebiets. Das sei eine andere Baustelle, wiegelte Regierungsvertreter Wenisch ab, das Verfahren für die Hubschrauber müsse den naturschutzrechtlichen Status des Gebietes berücksichtigen, umgekehrt könne der Managementplan aber nicht andere Verfahren reglementieren.
Ein zweiter Teil des Runden Tisches für den nördlichen Gebietsteil unter anderem mit dem Mallertshofer Holz findet am Donnerstag um 14.30 Uhr im Bürgerhaus Eching statt.


18.01.2017    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

rk medien - Ihr richtig kreativer Drucker
WetterOnline
Das Wetter für
Oberschleißheim