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ORTSGESCHEHEN

Lesermail zum Artikel: 'Wir sind so weit gekommen - aber wollten wir da hin?'

Ich kann die Einwände und Bedenken, die in mehreren Leserbriefen geäußert wurden, sehr gut nachvollziehen.
Die Machbarkeitsstudie wurde am 25.10. im Gemeinderat erstmalig vorgestellt: von kompetenten Planern, allerdings in unnötiger Eile. In der Sitzung konnten längst nicht alle Fragen angesprochen werden, ehe der Bürgermeister zum nächsten Tagesordnungspunkt drängte. Uns lagen die Planungen vorher nicht vor.
Im Laufe der Fragerunde wurden von Herrn Dr. Büchler und anderen Kollegen schon Fragen aufgeworfen, die auf jeden Fall einer näheren Klärung bedürfen, ehe man dem Projekt näher treten könnte. Die vom Gemeinderat getroffene, einstimmige Abstimmung besagt nur, dass das Projekt weiterverfolgt und eine detailliertere Planung erfolgen soll.
Wir Grünen haben diesem Schritt zugestimmt, weil wir uns einer Lösung des Lärmproblems und der Zerschneidung des Ortes durch die Bahnlinie nicht von vornherein verschließen wollten. Wir sehen aber bei dem Projekt einige sehr kritische Punkte, die wir bei den weiteren Planungen im Auge behalten werden:
Wenn die Bahn in den Trog käme, muss dieser so gestaltet sein, dass die sanierungsbedürftige Brücke, die unseren Ort zerschneidet, überflüssig wird und der Ort nicht durch hohe Lärmschutzwände verschandelt wird, was beim aktuellen Planungsszenario der Fall wäre.
Der neue Bahnhof muss barrierefrei sein.
Mit dem Wegfall der Schranke muss ein Verkehrskonzept für die B471 erstellt werden. Wir laufen sonst Gefahr, dass wir eine „Autobahn“ durch den Ort bekommen, die noch viel mehr Durchgangs- und Schleichverkehr in den Ort zieht als es schon heute der Fall ist.
Den mit viel Engagement in der Zielvereinbarung mit dem Freistaat Bayern ausgehandelten 2. S-Bahn-Haltepunkt dürfen wir auf gar keinen Fall aufgeben, solange eine Verlegung des Bahnhofes nach Süden nicht beschlossen ist. Schließlich brauchen wir den 2. Haltepunkt für die Erschließung des Uni-Campus, der Gewerbegebiete im Süden des Ortes und des Landesamtes für Gesundheit unbedingt, falls der Bahnhof am derzeitigen Ort verbleiben sollte.
Die Bauphase würde von unseren Bürgern und den Nutzern der Bahn in Richtung Osten große Opfer verlangen. Das sollte durch funktionierende Buslinien in der Bauphase so weit wie möglich abgemildert werden.
Ebenso sehen wir die Finanzierung sehr kritisch. Die von Herrn Kuchlbauer genannten 10 Millionen, die die Gemeinde bezahlen müsste, sind eine Schätzung, für die es keine Grundlage gibt - und die die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde übersteigen.
Mit uns Grünen wird es die Bahn im Trog nur geben, wenn eine Lösung gefunden wird, die eine wesentliche Verbesserung für Oberschleißheim darstellt, die Trennungswirkung der Bahnlinie für den Ort beseitigt, eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation mit sich bringt - und nicht nur punktuell die Schranke ersetzt.
Helga Keller-Zenth, Gemeinderätin Bündnis 90/Grüne
 
(weitere Lesermails zu diesem Thema)


03.11.2016    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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