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Lesermail zum Artikel: 'Deutlicher Schritt nach vorne'

zum Artikel: 'Deutlicher Schritt nach vorne'Nachdem ich 2010, bei der letzten Machbarkeitsstudie “Bahn im Trog“, noch als Gemeinderat mich sehr intensiv mit den Plänen beschäftigt habe, wollte ich mir die Vorstellung der neuesten Machbarkeitsstudie am 25.10.16 nicht entgehen lassen.
Was war anders? Eigentlich nur, dass dieses Mal der Bahnhof verlegt werden soll. Nach wie vor ist das Ergebnis der Studie, dass eine Verlegung der Bahn in den Trog zur Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs technisch machbar sei. Dies war 2010 genauso wie 2016.
2010 war das bayerische Wirtschaftsministerium beteiligt und sagte der Gemeinde eine genaue Überprüfung der Maßnahme zu. Es ist der Eindruck beim Gespräch im Wirtschaftsministerium, bei einigen Gemeinderäten mehr, bei anderen weniger, entstanden, dass „kein Widerstand zu spüren war“.
Was ist in der vergangenen Zeit passiert – nichts!
Ich kann die Euphorie des Bürgermeisters und diverser Gemeinderäte nicht teilen, dass „wir einen deutlichen Schritt nach vorne“ gemacht haben. Es sind meines Erachtens viel zu viele Fragen offen. Grundwasser, Grundstückserwerb, Güterzugleis ebenerdig (Schranke bleibt bestehen?) mit Lärmschutz, Schallschutz außerhalb des Troges, laufender Eisenbahnbetrieb während der Baumaßnahmen (konkrete Aussage der DB), Zugang zum unterirdischen Bahnhof und Erreichbarkeit.
Und die wichtigste Frage: Wie wird die Maßnahme finanziert? Lt. Gutachter kommt für eine Finanzierung die günstigste Lösung für die Beseitigung des höhengleichen Bahnübergangs in Frage. Diese wird zwischen Straßenunterführung und Bahn im Trog ermittelt. Bürgermeister Kuchlbauer geht von ca. 50 Mio. Euro aus. Somit ergibt sich aus den geschätzten Kosten für die Bahn im Trog (150 Mio. Euro) und der sog. Nulllösung eine Differenz von 100 Mio. Euro. Wer trägt die?
Wer trägt die Kosten für die Infrastukturmaßnahmen rund um die Bahn im Trog? Wieweit kann sich die Gemeinde finanziell beteiligen? Bürgermeister Kuchlbauer nennt „aus dem Bauch raus“ eine Summe von 10 Mio. Euro. Ich habe hier große Zweifel, dass dies reicht. Was sagt das Landratsamt als Aufsichtsbehörde zu einer Verschuldung?
Für mich steht fest, ohne konkrete Finanzierung wird es keine Bahn im Trog geben und wenn sie zehnmal machbar ist. Bestes Beispiel ist die 2. Stammstrecke. Wie lange wird hier schon diskutiert? Erst jetzt, nachdem die Finanzierungszusage steht, wird begonnen.
Mein Resumee: Wir sind nicht weiter als vor 6 Jahren, eine Finanzierung ist genauso wenig in Sicht wie 2010, auch wenn Christian Kuchlbauer „keinen Widerstand der Bahn“ mehr verspürt.
Den Ausführungen von Herrn und Frau Hänfler, Herrn Waag und Herrn Bauer schließe ich mich voll umfänglich an. Für mich hat die Machbarkeitsstudie nichts Neues gebracht und wir sind auf dem gleichen Stand wie vorher.
Im Gegenteil, es gibt viele, viele Fragezeichen, wie auch schon teilweise in der Gemeinderatssitzung zu hören war.
Emil Köbele
 
(weitere Lesermails)


30.10.2016    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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