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ORTSGESCHEHEN

Anliegerversammlung zur Nachverdichtung

Anliegerversammlung zur Nachverdichtung

Bevor in die Freiflächen zwischen den Wohnblöcken am Stutenanger weitere Wohnanlagen gepflanzt werden, will der Gemeinderat erstmal die Anlieger hören. Mit knapper Mehrheit hat der Bauausschuss eine Entscheidung über die Nachverdichtung verweigert und stattdessen zunächst eine Ortsteilsversammlung angesetzt.
"JP Oberschleißheim", die Eigentümergesellschaft der drei zentralen Blöcke am Stutenanger, hat vor, in die jeweils 57 Meter breiten Zwischenräume weitere Wohnanlagen zu setzen. Während die 440 Wohnungen der drei neunstöckigen Blöcke nahezu durchwegs Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen sind, sollen als organische Ergänzung in den neuen Gebäuden Drei-Zimmer-Wohnungen Platz finden. Die aktuelle Planung sieht nun noch vier fünfstöckige Gebäude mit zusammen 36 Wohneinheiten vor, nachdem "JP" zunächst mit Plänen für sechs dieser Gebäude gestartet war.
Einhergehen mit den Neubauten soll eine gestalterische Aufwertung der verbleibenden Grünflächen, die nach Argumentation der Eigentümer ohne die zusätzlichen Objekte nicht finanzierbar sei. Der engste Abstand zwischen Alt- und Neubauten würde 12 Meter betragen. Nach Angaben der Planer würden sowohl der beeinträchtigte Altbestand als auch die neuen Wohnungen jeweils weiter ausreichend von der Sonne beschienen.
"Solche Abstände wie zwischen diesen Blöcken gibt es in ganz Bayern nirgends", schilderte "JP"-Architekt Martin Kühleis, "das ist absolut unnatürlich". Dort weiteren Wohnraum zu schaffen, sei "ganz normaler Städtebau".
Im Ausschuss dagegen wurde kritisch gesehen, dass den jetzt freien Balkonen der bestehenden Blöcke plötzlich fünfstöckige Anlagen vorgesetzt würden. Bauliche Verdichtung wie in Großstädten müsse in Oberschleißheim nicht zwangsläufig sein. Der Abstand der Blöcke hält derzeit exakt die gesetzlichen Mindestabstände ein.
Zudem wurden auch Konsequenzen für die Umgebung befürchtet. Die Parksiedlung hat ihren Namen vom seinerzeit dahinterstehenden Konzept, mit üppigen Freiräumen einen parkähnlichen Charakter zu schaffen. "Wenn wir hier nachverdichten lassen, weckt das auch anderswo Begehrlichkeiten", mahnte Hans Negele. "Für das gesamte Umfeld wird das eine Belastung", sagte Helga Keller-Zenth, "eine Aufwertung wird das für niemanden".
Heftig umstritten ist die Parkplatzsituation. "JP" würde unter dem Stutenanger einen vor 50 Jahren zwar geplanten, aber nie realisierten Tiefgaragenflügel komplettieren, mit dem der formal nötige Stellplatzbedarf der neuen Wohnungen erfüllt werden kann. Trotz dann 36 neuen Wohnungen plus der erwarteten Vollauslastung der drei bestehenden Blöcke nach der laufenden Sanierung wird kein einziger neuer oberirdischer Stellplatz entstehen. "Das wird eine Not-Park-Siedlung werden", wandelte Peter Benthues den Quartriersnamen ab und prophezeite "einen Krieg um jeden Parkplatz".
Ingrid Lindbüchl stellte ihre Unentschlossenheit zwischen einer Freigabe von 36 dringend nötigen Familienwohnungen und den in der Debatte aufgezeigten Problemen dar und forderte, vor einer Entscheidung die Bürgermeinung zu hören. Mit 7:5 Stimmen quer durch alle Gruppierungen beschloss der Ausschuss, eine Ortsteilversammlung für die Parksiedlung zu dieser Frage anzusetzen, was Benthues als "Wegschieben der Verantwortung" rügte.
 
(hierzu ist ein Lesermail eingegangen)


13.09.2016    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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