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ORTSGESCHEHEN

Alle Klarheiten beseitigt

Mehrmals versuchte ein Bauherr, in die jüngste Bauausschusssitzung des Gemeinderats am Montag mit Zwischenrufen Informationen einzustreuen. Es ist derzeit oft nicht so leicht nachvollziehbar, auf welcher Arbeitsbasis und wie Bauanträge abgearbeitet und entschieden werden...
Der verstörte Bauwerber hatte einen Vorbescheidsantrag für einen Wohnblock mit neun Wohnungen auf dem Areal eines gerade abgerissenen Einfamilienhäuschens an der Holzhackerstraße eingereicht. In der Sitzung im Mai hatte der Ausschuss den Antrag schon zurückgestellt, weil zu viele Fragen offen waren, die vom Gemeindebauamt nicht geklärt werden konnten.
Bei der erneuten Behandlung im Juni fühlte sich der Ausschuss wieder so ungenügend informiert, dass der Antrag erneut zurückgestellt wurde. Tags darauf in der Gemeinderatssitzung wies Bürgermeister Christian Kuchlbauer dann jedoch darauf hin, dass eine weitere Verschiebung nicht mehr möglich sei, da die Behandlungsfrist ansonsten auslaufe, der Antrag wurde wieder aufgerufen.
Jetzt konnten einige der Fragen vom Vortag geklärt werden - aber für große Teile des Gremiums nicht befriedigend. So argumentierte Bauamtsleiterin Isabella Vollmar, die Dimension des Hauses könne genehmigt werden, da es sowohl für die Ausbreitung als auch für die Höhe Bezugsfälle in der Nachbarschaft gebe. Florian Spirkl versuchte hingegen aufzuzeigen, dass die Kombination von übergroßer Fläche und übergroßer Höhe durchaus eine neue Qualität ergebe, deren Bezugsfälle er nicht sehen könne.
Nachdem zweimal wegen derartiger offener Fragen vertagt worden war, verwies Kuchlbauer nun jedoch darauf, dass diese Fragen gar nicht relevant wären, da der Ausschuss nicht den Antrag zu genehmigen habe, sondern im Vorbescheid nur spezifische Detailfragen des Bauwerbers beantworten müsse. Der von ihm in den Sitzungsunterlagen vorgelegte Beschlussvorschlag beantwortete freilich keine der Fragen, sondern genehmigte den Plan im Ganzen.
Weil die Unklarheit allmählich zu groß und die Bedenken auch in der dritten Beratung noch nicht ausgeräumt waren, lehnte der Gemeinderat geschlossen gegen die Stimme des Bürgermeisters den Antrag ab. Dies musste der Bauwerber nicht miterleben, da er ja gar nicht wusste, dass in der Ratssitzung sein Antrag entschieden würde...
 
(hierzu sind Lesermails eingegangen)


15.06.2016    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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