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So viel neu hier

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Die Bemühungen, im Städtebauförderprojekt "Soziale Stadt" die Parksiedlung aufzuwerten, stehen vor einer einschneidenden Etappe. Noch vor den Sommerferien wird die Sanierung von zwei der drei zentralen Wohnblöcke am Stutenanger abgeschlossen sein.
Ungefähr vor Jahresfrist war die Renovierung gestartet, als deren Kosten spekulierte 30 Millionen Euro nie dementiert wurden. Am östlichen Gebäudekomplex mit der Ladenzeile im Erdgeschoss wird erst seit Jahresbeginn gearbeitet, die Fertigstellung wird noch heuer anvisiert.
Zu den 440 Wohnungen in den drei jeweils neunstöckigen Blöcken hat der neue Eigentümer "JP Oberschleißheim GmbH & Co KG", eine projektbezogene Tochter des international tätigen Immobilienfonds „Jargonnant Partners“, 15 weitere Mehrzimmerwohnungen auf den Dächern der Blöcke geschaffen, die damit künftig die höchstgelegenen Zimmer Oberschleißheims sind.
Wie der Investor mit den Immobilien verfahren wird, ist weiterhin noch offen. Parallel zur Sanierung hat "JP" im Rathaus Pläne vorgelegt, in die üppigen Freiflächen zwischen den Blöcken weitere Wohnanlagen mit zusammen 56 Wohnungen zu pflanzen. Von der Entscheidung des Rathauses über diese Pläne hängen die künftigen Strategien des Eigentümers ab.
Für das Haus Nummer 8, das in weniger als einem Monat vollendet sein soll, ist die wahrscheinlichste Zukunft, dass "JP" alle Wohnungen als Eigentumswohnungen einzeln verkauft. Alternativen sind ansonsten ein Verkauf eines kompletten Blockes, beispielsweise an eine Genossenschaft, oder ein Weiterbetrieb zur Vermietung, was allerdings das Geschäftsmodell des Unternehmens bislang nicht vorsieht.
Als grundlegende strukturelle Änderung hat "JP" bei der Sanierung jedem Block zwei eigenständige Untereinheiten verpasst. Die Klingel- und Briefkastenanlagen, die je Block an einem Eingang konzentriert waren, sind nun auf Ost- und die bisher abgehängten Westzugänge verteilt, sogar mit unterschiedlichen Hausnummern, künftig mit a- und b-Zusatz (im Bild oben der neue Eingang zu Haus 8b).
Die Eingänge sind neu gestaltet, in den Fluren neue Beleuchtung eingerichtet. Alle Wohnungseingänge haben farbige Sichtpunkte, im Haus 8 in Gelbtönen, in Haus 10 in erdbeerrot und in Haus 6 werden die Markierungen lichtgrün.
Die Bäder wurden in jeder Wohnung erneuert, dazu alle Leitungen außer den tadellosen Heizungssträngen neu verlegt. In jedem Zimmer waren Handwerker, um die zwar erst zehn Jahre jungen, aber meist mangelhaft gesetzten Fenster- und Türenelemente neu zu justieren und auch die Dämmung zu optimieren.
Wurden bislang alle drei Blöcke über eine Heizzentrale im Haus 8 mit Fernwärme aus dem Heizkraftwerk der Parksiedlung versorgt, so hat nun jeder Block seine eigene Wärmeversorgung erhalten; bei Spitzenlast waren zuletzt die oberen Etagen in den Häusern 6 und 10 nur noch schwer warm geworden.
Die Holzpanele an den Balkonen als optische Gestaltung der gigantischen Fassaden wurden entfernt, da sie auf das neu angebracht Wärmedämmverbundsystem nicht wieder aufgeschraubt werden konnten. Die Designer des Bauherrn entschieden sich gegen eine farblliche Auflockerung der Fassaden, lediglich durch eine Abwechslung von grobem und feinem Putz wurde der Ansatz einer Maserung erzeugt. "Wenn die Balkone belebt sind, wird es automatisch bunt", erwartet Martina Persohn, die Projektleiterin der Generalsanierung.
Beim Haus 6, dessen Grundstruktur Abweichungen von den komplett baugleichen Häusern 8 und 10 aufweist, mussten alle Balkongeländer demontiert und neu angesetzt werden. Auch liegen hier die Küchen Wand an Wand mit den Bädern, so dass sich "JP" für die Komplettlösung entschieden hat und jeweils Bäder und Küchenstränge generalsaniert.
Wegen des größeren Aufwands müssen die Mieter hier für sechs Wochen Bauzeit ihre Wohnungen verlassen und in unbewohnte Objekte der Nachbarblöcke ziehen; in den beiden anderen Häusern war dies auf vier Wochen beschränkt. "Wie gut das mit den Mietern geklappt hat, war unglaublich", freut sich Persohn über die Kooperation. Nach ihren Angaben stehen derzeit rund 170 Wohnungen leer.


25.05.2016    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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