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ORTSGESCHEHEN

Und noch 'ne Fahrspur!

Es gibt in Oberschleißheim im Jahr 2016 sehr viele Menschen, die schon miterlebt haben, als die Autobahn A92 gebaut wurde, als die A99 gebaut und dann verbreitert wurde, als die Bundesstraße B471 noch nicht in weitem Bogen an Dachau vorbei führte und die B13 durch Lohhof ging. Zum einen heißt das, dass in einer Zeit, die nicht prähistorisch ist, sondern in vieler Menschen Vita, der Verkehr in und um den Ort noch ohne diese Straßen zu bewältigen war.
Zum anderen signalisiert es auch das Tempo der Verkehrsentwicklung, wenn jetzt alle diese gigantischen Straßenbauten schon wieder untauglich sind. Die A92 wird erweitert, die Anschlussstelle vergrößert, an den Allacher Tunnel in der A99 muss drangebaut werden, die B471 wird auf weiteren Teilstücken vierspurig, die B13 ebenfalls, parallel zur A92 wird die neue Ortsumgehung errichtet.
Dass der Bedarf für all diese Korrekturen gegeben ist, ist eine triviale Argumentation. Es soll auch staatliche Aufgaben von Planstellen für Lehrer bis zu medizinischem Pflegepersonal geben, wo nicht jeder Bedarf anstandslos befriedigt wird.
Die entscheidende Frage, die mich seit jeher fassungslos macht, ist aber doch: wo soll denn das hinführen?
So wie man in der Jugend vieler Schleißheimer auf den genannten nagelneuen Straßen noch mit dem Hund spazieren konnte, so leer waren sie, so werden noch zur Lebenszeit der gleichen Leute auch die jetzt anstehenden Erweiterungen den Bedarf nicht mehr decken können. Und dann?
Kommt 2030 die Erweiterung der A92 auf acht Spuren, der A99 auf zehn, der B13 auf sechs? Wird die Anschlussstelle dann mehrstöckig geführt, um die Verkehrslast bewältigen zu können? Vielleicht auch erst 2045?
Und dann? Man muss nicht die Brutstätten der Gelbbauch-Unke für besonders wertvoll halten, um zu registrieren, dass irgendwann mal schlicht der Raum ausgeht für immer noch eine Erweiterung.
Wann wird die angeblich innovativste Region des Landes auf die glorreiche Idee kommen, alternative Verkehrslösungen auch nur in Erwägung zu ziehen? Der Umstieg auf's Rad wäre in einer auf Quadratkilometer brettlebenen Region mit gemäßigtem mitteleuropäischen Klima nun nicht die exotischte Innovation - aber leider gibt es zwar eine Autobahndirektion, aber kein Radlwegbauamt. So baut die Behörde ihre Autobahn und ob irgendwo ein verschlungenes, umwegereiches, über Unebenen führendes Radwegerl übrig bleibt, wird man sehen.
Ob eine Bahnlinie da draußen eine gute Idee ist, wäre zu diskutieren; über diese eventuelle Alternative aber braucht sich nun niemand mehr Gedanken zu machen. Die Autobahn baut so, dass Bahngeleise keinen Platz mehr haben.
Ist der Straßenbau ohne Limit wirklich die Zukunft? Noch eine Fahrspur, noch eine Erweiterung, noch... bis....?


11.05.2016    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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