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Alltag erleichtern, Würde wahren

Alltag erleichtern, Würde wahren

Mit einem Informationstag zu Demenz will der Kranken- und Altenpflegeverein die Initialzündung für eine breite Auseinandersetzung und einen offensiven Umgang mit dem vielfach tabuisierten Thema setzen. Am Freitag, 22. April, werden sich ab 14 Uhr im Pfarrheim Maria Patrona Bavariae die am Ort verfügbaren Angebote zur Hilfe und Unterstützung für pflegende Angehörige oder dementiell Erkrankte vorstellen.
Dazu gibt es einen Informationsvortrag der Diplomgerontologin Sabine Tschainer, die dem Verein bei der Ausarbeitung eines Oberschleißheimer Konzepts zur Hand gehen wird, und schließlich eine breit aufgestellte Diskussionsrunde zur Situation in Oberschleißheim, den Bedürfnissen und Anforderungen. Eine Bilderausstellung "Gottes Ebenbilder" mit Portraits von dementiell erkrankten Menschen bis 1. Mai in der Kirche ergänzt das Programm.
Der Umgang mit Demenz stelle "eine essentielle Herausforderung für unsere Zukunft" dar, skizziert der Vereinsvorsitzende Georg Kalmer (im Bild re., mit dem Stellvertretenden Vorsitzenden Peter Benthues) die Dimension des Problems. Die Gemeinde beteiligt sich derzeit am Wettbewerb des Landratsamtes um Wege in eine "Demenzfreundliche Kommune", der Kranken- und Altenpflegeverein soll dafür die Rezepte liefern.
2013 hat der Verein neben seiner Altenbetreuung mit den hauptamtlichen Vereinshelferinnen und der Hospizbegleitung auch eine Demenz-Hilfe als weiteres Standbein ins Portfolio aufgenommen. Sieben Helfer ermöglichen dabei in erster Linie Entlastung für pflegende Angehörige durch stundenweise Betreuung dementiell Erkrankter. Sonja Friedmann, Áine Hagenbucher, Venera Kabashi, Hannelore Laux, Viktor Münster und Irene Ryseck sind unter der Leitung von Tanja Lilienthal im Einsatz.
12 dementiell Erkrankte werden derzeit betreut. Dazu hatte der Verein im Herbst einen Schulungskurs für Angehörige initiiert, der auf Bedarf wiederholt wird. Aus dem ersten Kurs ist eine Selbsthilfegruppe erwachsen, die sich monatlich regelmäßig trifft.
Diese ersten Schritte und die beginnende Aufmerksamkeit in der öffentlichen Wahrnehmung sei"eine recht erfreuliche Entwicklung", findet Kalmer, dennoch gehe es damit erst so richtig los. Zielsetzung müsse sein, "eine Atmosphäre zu schaffen, in der Verständnis für die Krankheit und die Kranken herrscht". Dazu gehöre "ein notwendiger Bewusstseinswandel" für die Problematik, ausreichende und geeignete Angebote für Pflege und Betreuung und im Umgang mit den Betroffenen, "dass sie so weit wie möglich ihre Würde bewahren können".
Der Demenztag sei dazu ein "erster Schritt" und möglicherweise "eine Plattform zum Aufbau eines Netzwerkes Demenz". Auch für das Wettbewerbskonzept und damit die künftigen Angebote zu Demenz in Oberschleißheim sollen Impulse gesammelt werden. Ziel dieses Konzepts werde es in jedem Fall sein, "die vorhandenen Angebote zu sichern und auszubauen", skizziert Kalmer, dann aber müsse auch der Aufbau einer betreuten Wohnform, etwa einer Wohngemeinschaft, das Ziel sein.


18.04.2016    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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