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ORTSGESCHEHEN

Nahe ans Wasser gebaut

Mit einem Grünzug als beidseitigem Puffer sollte das Kirchenbachl von der Wohnbebauung zwischen Haselsberger- und Eigenheimstraße abgeschirmt bleiben. Jetzt greift ein Anlieger erstmals in diese vor Jahren fixierte Lösung ein, um die seinerzeit heftig gerungen worden war. Terrassen und darüber Balkone sollen bis an den Bachlauf heranrücken. Das Rathaus hat diese Abweichung von den Leitlinien gebilligt, Nachbarn protestieren.
Eine derzeit brach liegende Parzelle, auf der nur alte Garagen stehen, soll mit einem Doppelhaus bebaut werden. Während das Gebäude baurechtlich unstrittig ist, greift die Terrasse in die Grünzone des Kirchenbachls ein. Der Bauausschuss des Gemeinderates hat das Vorhaben einstimmig durchgewunken.
Es handle sich nur um die Terrasse, begründete Bürgermeister Christian Kuchlbauer auf Anfrage, bei einer Situierung des Gebäudes in der Schutzzone hätte man wohl anders geurteilt. Zudem liege exakt nebenan ein Grundstück, auf dem alter Baubestand vor der Festschreibung der Grünzone bis unmittelbar ans Bachufer reiche, so dass eine Verweigerung nebenan unbillig gewesen wäre.
Landschaftsplanerin Gabriele Kempf, im weiteren Verlauf des Kirchenbachls dessen Anrainerin, sieht hingegen mehr die grundsätzliche Ignorierung der seinerzeitigen Leitlinie als problematisch. "Das setzt ein Signal für die nächsten Bauabsichten", warnt sie.
Eine weitere Dimension ist die nachbarschaftliche. Dem Nachbarn gegenüber des Bachlaufes rücken die Balkone nun näher auf die Pelle als dies in den Leitplänen bisher erlaubt gewesen wäre.
Verfahrenstechnisch kurios ist dieser Nachbar allerdings kein Nachbar, weil das Kirchenbachl dazwischen eine eigene Flurnummer im Grundbuch hat und somit die beiden Baugrundstücke nicht aneinander grenzen. So wurde der Nachbar auch nicht um seine Zustimmung zum Neubau des Doppelhauses angefragt.
Das Landratsamt hat ihm erst nachträglich auf Insistieren die genehmigte Planung zur Kenntnis zugestellt. Wäre eine Verweigerung der Zustimmung ansonsten im Genehmigungsverfahren von Rathaus und Landratsamt zu würdigen gewesen, so bliebe dem Nachbarn nun nur noch eine Klage am Verwaltungsgericht.


27.01.2016    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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