Ausbau der Museumshallen im Visier

Offenbar greift das Deutsche Museum die Jahrzehnte alten Pläne für eine Erweiterung der Schleißheimer Flugwerft wieder aktiv auf. „Wir haben hier noch einiges vor“, sagte Wolfgang Heckl, der Generaldirektor des Museums, bei einer Ausstellungseröffnung am Donnerstag, „wir bemühen uns um eine Erweiterung“.
Die gläserne Ausstellungshalle war bei der Anlage des Museums als erster Bauabschnitt geplant, eine baugleiche Halle in identischer Dimension sollte sich südlich anschließen, 7500 Quadratmeter Baurecht hat das Museum dafür seit fast 30 Jahren.
„Bevor wir mit den konkreten Planungen für eine Erweiterung beginnen, müssten erst einmal die nötigen Mittel dafür aufgebracht werden“, heißt es auf Anfrage offiziell aus der Museumsverwaltung, „deshalb ist es bis zu einer Erweiterung der Flugwerft noch ein längerer Weg“.
Mit seinen Einlassungen vor den Festgästen der Ausstellung „Oberschleißheim im Wandel der Zeit“ habe Generaldirektor Heckl „das berechtigte Interesse wach gehalten“, sagt sein Sprecher Gerrit Faust. Denkbar ist freilich auch, dass Heckl bei seiner Sponsorensuche schon Erfolge im Hinterkopf hat.
Parallel zum möglichen Ausbau der Schauhallen bemüht sich das Deutsche Museum auch um den Kauf zweier alter Junkers-Hallen im Süden des historischen Flugplatzes als Depotflächen. In diesen einst vom Búndesgrenzschutz genutzten Hallen hatte das Museum jahrelang große Objekte zur Miete untergestellt. Vor etwa zwei Jahren wurde der Mietvertrag gekündigt, weil die Hallen von der Bundesvermögensverwaltung verkauft werden sollen.
Das Museum hat eine Industriehalle in Kirchheim angemietet, wohin die Exponate umgelagert wurden. Aktuell bemühe man sich jetzt aber um einen Ankauf der Schleißheimer Gebäude, sagte Heckl. Davor stünden zwar „-zig Regelungen“ als Hürden, erzählte er bei der Ausstellungseröffnung, „aber ich lass da nicht nach“.

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